plastickblog

R. I. P. Stan Lee

Oh - Stan Lee ist gestern gestorben. Das ist der, der das Marvel-Universum groß gemacht hat. Es wird also wohl eher keine weiteren Cameo-Auftritte von ihm geben. Ruhe in Frieden.

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Auch schon älter (2009, seit 2011 in Deutschland erhältlich), aber auch erst jetzt bei mir angekommen: Das Buch mit dem wunderbaren Titel "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", von Jonas Jonasson

Nachdem ich in einer Bücherei darauf aufmerksam wurde, hab ich das Buch in nur zwei Tagen verschlungen. Der gleichnamige Film dazu ist zwar auch recht nett und unterhaltsam, aber nicht annähernd so gut - und viel zu kurz, was den Inhalt betrifft. Und mittlerweile hab ich mir noch das Hörbuch der vollständigen Lesung und ein eigenes Exemplar fürs Bücherregal gegönnt. Ich war lange nicht mehr so begeistert von einer Geschichte, wie von der, des Allan Karlsson.

Allan lebt im Altersheim und beschließt an seinem 100. Geburtstag spontan, nicht an seiner Feier teilzunehmen. Er verschwindet durch das Fenster - und von da an begibt er sich in die unmöglichsten Abenteuer, so skurril, absurd und witzig wie man sie nur selten erlebt hat. Für Allan sind abenteuer aber nichts neues, denn in seinem langen Leben hat er einige erlebt - was genau er aber mit der Atombombe, Stalin oder Mao Zedong zu tun hat, um nur einige zu nennen, möchte ich nicht vorwegnehmen.

 

Der vollständigkeit wegen: Jonasson hat in diesem Jahr eine Fortsetzung geschrieben: "Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten". Kenn ich noch nicht, das wird sich aber wohl ändern.

Stranger Things

Ich hinke der Zeit bei manchen Dingen etwas hinterher, so auch bei der Serie "Stranger Things", die seit 2016 die Zuschauer fasziniert - und mich eben erst seit kurzem.

Aktuell gibts davon zwei Staffeln, die sehr viel von den Klassikern der 80er einfangen und grandios wiedergeben: Vier Freunde in einer Kleinstadt erleben etwas mysteriöses, bedrohliches, ja - grauenvolles.

Erinnerungen an E. T., Alien oder ähnliche Kaliber sind sofort präsent, dazu kommen dann das richtig gute Storytelling, die ansehnliche Inszenierung und gute Schauspieler. Eine Serie, die so ziemlich alles richtig macht - außer man findet es eben doof, dass hier eben auch ältere Ideen aufgegriffen werden. Das ist nichts brandneues, aber trotzdem eben auch nicht nur der aufgewärmte Brei von gestern.

Geplant sind mittlerweile insgesamt vier Staffeln, seit April 2018 wird die dritte gedreht - man darf sich auf das freuen, was da noch kommt :-)

Filme Montag, 12. November 2018

Changes

Ein Update dazu, und zur abschließenden Frage, ob wir soviel Glück haben, dass wir sowohl Maaßen als auch Seehofer loswerden: Ja, haben wir - aber so richtig Grund zum Jubeln gibt es (noch) nicht.

Seehofer tritt zwar als Parteivorsitzender der CSU zurück, will aber Innenminister bleiben.

Gut, anfangs wollte er auch nicht als Parteichef zurücktreten, also mal abwarten. Die Forderungen der Kritiker sind jedenfalls eindeutig und sprechen gegen ihn.

 

Was Maaßen betrifft gibt es auch nicht all zu viel Hoffnung. Einerseits heißt es:

Unkompliziert, uneitel: Der künftige Verfassungsschutzchef Haldenwang tritt anders auf als der oftmals steif wirkende Maaßen. [...] Thomas Haldenwang sei der "Anti-Maaßen" - das hört man in Berlin öfter.

...aber andererseits steht da eben auch:

Was den Verfassungsschutz angeht, scheint Haldenwang in vielen Fragen ganz auf einer Linie mit Maaßen, mit dem er jahrelang eng zusammengearbeitet hat. [...] "Wir können natürlich von Geld eine ganze Menge kaufen, aber was wir vor allen Dingen brauchen, das sind gesetzliche Befugnisse."

Achso, verstehe, also die alten Phrasen im neuen Gewand. Das ändert sicher alles, ja.

Fingerpointing

Der Maas war in China und hat da mit dem Finger auf die Kasernen gezeigt, in denen bis zu einer Million Uliguren "umerzogen" werden sollen.

Bis zu einer Million Uiguren sitzen in chinesischen Umerziehungslagern. Dort sollen Mitglieder der muslimischen Volksgruppe, die vor allem im Westen des Landes lebt, "auf Linie" gebracht werden.

China ist not amused und spricht von einer "eklatanten Einmischung in die inneren Angelegenheiten".

 

...ich weiß, dass der Vergleich hinkt, aber vielleicht sollte man mit solchen Fingerzeigen auch eher vorsichtig sein, wenn man im eigenen Land gerade zahlreiche Migranten in "Ankerzentren" zusammenpfercht, bis man sie des Landes verweisen kann. Das müffelt dann halt einfach irgendwie unschön.