plastickblog

Coins and Experts

...und dann war da noch Bitcoin. Diese digitale Kryptowährung, von der sogar im TV gelegentlich die Rede ist. Könnte man also schon mal gehört haben.

Dieses völlig neue Währungs-System, dass von Entwicklern der Technik schon vor über einem Jahr für tot erklärt wurde, weil das komplette Gerüst dahinter mehr als nur "fragwürdig" oder "wackelig" ist. Haben sie gesagt. Diese Währung, deren Kurs gar nicht recht viel höher als 1000€ pro Coin steigen kann, weil das nicht geht. Haben die Experten gesagt.

"Too big to fail" - schon mal gehört?

Diese tote Kuh wurde seitdem stets nur noch schneller durchs Dorf getrieben. Und weil das dann eben doch nicht mehr praxistauglich skalierbar war, gibt es nun auch noch Bitcoin Cash und Bitcoin Gold - und der aktuelle Bitcoin-Kurs steht bei 10730€. Klar dass dieses "Erfolgsmodell" Schule macht.

Schon irgendwie faszinierend. Bisschen viel Bullshit, aber faszinierend.

Freemium

Verständlich, nachvollziehbar, aber doch auch irgendwie ein bisschen doof für mich als Anwender: Die Entwickler von Tools mit überaus nützlichen Funktionen, die Jahrelang als Freeware erhältlich waren, erkennen ihr Potential und verlangen nun Geld. Für die Features, die jetzt eben "Pro" sind.

Ich verstehs ja durchaus. Wenn man ein Produkt für spezielle Aufgaben anzubieten hat, dass außer Konkurrenz steht - warum sollte man es verschenken? Beim Nachdenken drifte ich ein bisschen zur Kernfrage der Open-Source-Mentalität ab. Und ein paar Klicks später lese ich "Warum Open Source das Ziel Freie Software verfehlt" von Richard Stallman. Das Thema hat dann doch etwas Tiefgang.

Na, solange es sich um "kleine" Programme handelt, bei denen ich mir ne Lizenz leisten kann, werd ichs überleben. Trotzdem, schön ist es nicht, wenn ein Tool, mit dem man lange gearbeitet hat, mittendrin den Dienst verweigert und zum bezahlen auffordert. Man könnte genau das schließlich auch als Grund anführen, weswegen man solche Tools besser meidet.

Dead Mouse, again

Es geht nicht um den DJ, sondern um mein am PC hängendes Eingabegerät. Mal wieder. Dieser Hack hat gut, aber effektiv auch nur 6 Monate funktioniert. Immerhin. Ich hatte wirklich keine Lust meine geschundene Maus nochmal zu zerlegen (das mit den Mikroschaltern ist wirklich fummeliger Scheiß...) und mir ne neue besorgt. Wieder eine von Logitech. Wie ich es hasse, einem Unternehmen Geld zuzustecken, das Qualitativ mehrfach versagt hat - aber die liefern halt was ich mir in den Kopf gesetzt habe.

Mein Totschlag-Kriterium: Ich will ne Kabellose Maus, aber mit Ladekabel oder vergleichbarer Ladevorrichtung. Ich hasse es Akkus wechseln zu müssen oder gar Batterien in ne Maus zu stecken. Idealerweise lässt sich das Gerät während des Ladevorgangs auch benutzen.

Und da wird der Markt dann erschreckend überschaubar. Was die Hardware-Preise betrifft hab ich auch mehr als einmal gezuckt - man bezahlt mittlerweile fast das doppelte als noch vor ein paar Jahren, für vergleichbare Qualität (...die sich erstmal bewähren muss). Gottverdammt.

Nun hängt an meinem PC also eine Logitech G703. Erste Eindrücke gibts für Interessierte im Volltext.

"Dead Mouse, again" vollständig lesen

Preventive Pornography, aka. "Send Nudes"

Wir sind ja tief gesunken, aber offensichtlich noch nicht tief genug: Facebook will Nacktfotos von Nutzern haben, damit die nicht ungewollt veröffentlicht werden.

Nutzer, die eine Veröffentlichung von intimen Fotos befürchten, können die Bilder präventiv via Messenger an das soziale Netzwerk schicken.

Kein Scheiß! Ist ein Feldversuch in Australien. Es passiert anscheinend häufiger, dass nach dem Ende einer Beziehung vorhandene Nacktbilder und eindeutige Videos online veröffentlicht werden - nennt sich "Revenge Porn" und ist für mindestens einen Beteiligten nicht lustig. Facebook möchte sowas verhindern und bittet die Anwender deshalb gleich mal vorab um die Fotos. Damit das Unternehmen besser eingreifen kann, wenn jemand anderes das Bild hochladen möchte.

 

Ein "Geniestreich". Ich stell mir das mittlerweile so vor, dass im man lauthals lachend im HQ sitzt und ab und zu jemand "Einen hab ich noch!" einwirft - und die absurdesten Ideen werden dann umgesetzt. Ihr wolltet das doch so, oder etwa nicht?

Amazon Key

Ich hielt es zuerst für nen Scherz, aber seht selbst: Amazon Key ist dazu gedacht, den Paketboten und andere vertrauenswürdige Personen durch eure Haustür zu lassen, ohne dass die nen Schlüssel brauchen.

Aber keine Sorge, das ist absolut sicher: Die verkaufen zum Fernsteuerungs-Schloss direkt ne Kamera dazu, die der Paketbote dann aktiviert. In der zugehörigen Amazon-Cloud könnt ihr euch dann ansehen, wie die Pakete ins Haus gebracht wurden. Oh, und das ganze wird kostenfrei bei euch zuhause installiert!

...und die meinen das halt ernst. Wär ansonsten ja ganz witzig.