plastickblog - girls vs. 2008

girls vs. 2008

warum spricht man eigentlich vom "neuen jahr", wenn abgesehen von der zahl auf dem kalender sowieso nichts neu oder anders wird? alles ist wie immer, wie jedes neue jahr. in einer hollywoodkomödie denkt die hauptdarstellerin laut:

es ist als würde man immer die selben leute treffen und immer die selben gespräche führen.

ich möchte eine party mit einer liste an der tür. auf der stehen dann alle freunde und alle die einen kennen - und wer auf der liste steht oder einen kennt der auf der liste steht, der darf nicht rein.

nette idee - aber... will ich leute kennen lernen? meine letzte unterhaltung mit einer mir unbekannten hätte beinahe für stress gesorgt. woher sollte ich aber auch wissen dass ein freund von mir auf das mädchen steht?

mädchen. wie nennt man als mittzwanziger eigentlich wertneutral und höflich das weibliche pendant? mädchen? fräulein? dame? frau? fuck, alles dämlich. aus den berauschten unterhaltungen zum jahreswechsel entstanden jedenfalls zwei thesen: a) frauen sind schlampen und b) man braucht eine treue schlampe um glücklich zu werden.

vertretbare äusserungen? who cares, solange die neue auszubildende draussen in der werkstatt weiter ihre runden dreht. frauen sind in der metallindustrie mangelware, hübsche frauen nonexistent. bis auf dieses wesen, das aus irgendwelchen gründen zwischen rohstahl und feinwerkzeug pendelt. ich bin zehn jahre zu alt, oder sie zehn zu jung - je nachdem. wie beim friseur, wo mir die frisch ausgelernte mitarbeiterin mit ihren perfekten kurven jedesmal den atem raubt. mädchen. schrecklich.

neulich stand ich auf nem parkplatz und in die lücke neben mir bugsierte eine sehr süße sie geschickt ihren fiat. eine handvoll neugieriger blickwechsel später zog ich in erwägung ihrem wagen beim ausparken eine delle zu verpassen und meine nummer unter den scheibenwischer zu klemmen, so dass sie sich melden müsste. erbärmlich, nicht?

hauptsache wir schreiben 2008. ein neues jahr ist angebrochen, und wir suhlen uns einfach weiter in der welt, die sich jeder selbst zurechtrückt. und voller freude warten wir wieder auf die wiederholungen von "sex and the city", die (diesmal wirklich wahre!) große liebe, den sommerurlaub - und natürlich auf die besinnliche weihnachtszeit und das jahresende. auf genau den selben rotz wie jedes jahr. herrlich.


ps: ich hab in den letzten wochen verfluchte fünf (in zahlen: 5!) kilo zugenommen. ich hasse generell sehr viel, aber mich mit abstand am meisten.

Privat Mittwoch, 2. Januar 2008