plastickblog

beirut

unter diesem namen poltert gerade 'Zach Condon' samt band durch meine gehörgänge. nachdem ich über einige berichte über diesen act gelesen habe wurde ich neugierig - und auch belohnt. denn was man hier vorgesetzt bekommt ist ein genre-querschläger wie es keinen zweiten geben dürfte. die treffendste bezeichnung dafür wäre vielleicht "indie-balkan-folk".

ja, da habt ihr schon richtig gelesen. mit akkordeon, blechbläsern und geige macht der gerade mal 21jährige zach vor wie man neue stile kreiert: eine priese osteuropäische volksmusik, leichte gitarrenmelodien, treibende percussions und ein zutiefst melancholischer gesang machen das ganze, so schlimm sich das auch anhören mag, zu einer unglaublich hörenswerten sache mit immens hoher ohrwurmgefahr. ich jedenfalls gerate unweigerlich in versuchung im elterlichen keller nach einem akkordion zu suchen.

beriut lässt sich nicht einfach greifen, aussaugen und ablegen, weswegen mir das tippen nicht gerade leicht fällt - mir fehlen die worte. darum nun nurnoch ein letzter tip: auf der wikipedia zu lesen, und das solls dann auch schon wieder gewesen sein. viel spaß beim entdecken!

Musik Mittwoch, 31. Oktober 2007

halloween!

das yber-horrorszenario für diesen tag ist wiedermal wahrgeworden: drecksdämliche bälger, die im akkord bei mir klingeln.

ich bleib dabei: keine kinder. never ever.

Privat Mittwoch, 31. Oktober 2007

krank@home

sinusitis, oder wie das heißt. der kopf ist zu, demnächst dann wohl auch hals und lunge. macht nichts, verbring ich eben die zeit zuhause auf der couch, mit ein paar hörbüchern...

beim arzt wollte ich dann auch gleich noch irgendwas das bei sodbrennen hilft. da schaut mich der nur skeptisch an und meint: "haben sie stress? weiber... äh... frauengeschichten, vielleicht?" ich war zu erschrocken um ne antwort zu geben. wie auch immer, ich hab was bekommen...

Privat Mittwoch, 31. Oktober 2007

kafkas rum diary

es geht weder um den prager schriftsteller noch um thompsons roman. es geht um ein weblog, um jemanden der in bester gonzo-manier dinge ins internet hineinschreibt - und das mehr als gelungen.

für mich ist die kunst des schreibens eine gabe, mit der nicht jeder gesegnet ist. die meisten menschen reihen nur buchstaben aneinander um sich auszudrücken. wenn jedoch texte in druckreifer form ein genuss für auge und verstand sind, dann ist jemand am werk der schreiben kann. das gelingt selbst den erfahrensten publizisten nicht immer, hängt aber natürlich auch von den erwartungen des lesers ab.

einer, der mit nur wenigen sätzen ein unglaubliches "whow"-gefühl bei mir ausgelöst hat ist der verfasser des blogs mit dem titel "the rum diary", der unter dem pseudonym "kafka"über sein leben, seine sicht der dinge, seinen alltag - und seinen drogenkonsum schreibt. letzteres zwingt ihn in die anonymität, ich hoffe sehr dass er dadurch unbehelligt weiterschreiben kann.

was ist so großartig an den texten eines jungen autors, der allem anschein nach irgendwann verpasst hat das geschöpf einer normalisierten gesellschaft zu werden? nun: genau das. sein standpunkt, sein blickwinkel auf die großen und kleinen dinge entspricht sicher nicht dem was eltern ihren kindern erzählen, oder dem was das gesetz uns vorgibt. aber es ist meiner meinung nach die ehrlichste und aufrichtigste art durchs leben zu wandeln, auch wenn das oft nicht der bequemste weg ist.


in diesem sinn: danke, unbekannter autor, für ein paar minuten auszeit im kopf, für ein paar minuten heile welt, für ein paar minuten des gefühls nicht der letzte, einzige andersdenker zu sein.


verarmt

das hier stammt - kein scheiss - aus der "msgina.dll" im system32-ordner einer ganz normalen xp-installation: