plastickblog

analog

vor kurzem haben meine bessere hälfte und ich beschlossen mal alle erwähnenswerten "sachen die man mal machen kann" festzuhalten. auf der liste stehen so dinge wie caffees, restaurants, bars, freizeitparks, skate-strecken, badeseen und derlei zeugs.

mein erster gedanke dazu war: ich bau da ne web-app dafür. SQlite wollt ich eh mal ausprobieren und ich hab eh schon länger nix größeres mehr gemacht und überhaupt fand ich die idee auf anhieb richtig toll. endlich wieder was sinnvolles basteln.


mittlerweile haben wir eine art "app", die unsere ausflugsziele listet: ein buch.
ein ganz normales, liniertes buch. mit eingeklebten registern. und nem kugelschreiber dazu. nicht alphabetisch, aber mit system. ganz oldschool, ganz analog, quasi. und ich find das jetzt im nachhinein so unglaublich viel geiler als die ursprünglich geplante weboberfläche.

 

generell is das ne idee die man ruhig mal weitersagen kann - in unsrem buch stehn aktuell schon n paar seiten voll mit einträgen - und unsere gemeinsame freizeitgestaltung sorgt schon dafür dass da nach und nach noch einige einträge dazukommen werden :-)

access control

"android" ist unter smartphone-besitzern bekannt: ein ganz groß verbreitetes betriebssystem für handys. google wurstet da mächtig mit rum. das system läuft auch auf dem handy eines freundes - und obendrein noch eine herstellereigene, handy-spezifische benutzeroberfläche.

das schlüsselwort dabei steckt hier schon im namen: "benutzer". der soll mit dem gerät schließlich was anfangen können, der muss es ja bedienen können. man könnte also meinen dass hier eine gewisse "benutzerfreundlichkeit" angebracht ist.

wenns um nen mobilen internetzugang geht war der hersteller da aber wohl anderer meinung. der läuft ab werk nämlich schonmal immer. also: immer wenn die simkarte und die netzabdeckung nen internetzugang erlauben. das mit den kosten eines mobilen internetzugangs ist schließlich nicht die angelegenheit des herstellers - und facebook will doch wohl jeder immer aktuell aufm handy haben. jeder. immer. oder etwa nicht?

als technisch fitter mensch sieht man sich also die handy-einstellungen an und "deaktiviert" das handy-web, um dann festzustellen dass das telefon - oder diverse anwendungen auf diesem telefon - nach wie vor ungehindert ne onlineverbindung aufbauen. also recherchiert man im internet, allerdings nicht vom handy aus. und dort erfährt man dann: bei diesem gerät gibts keine brauchbar funktionierende möglichkeit den ungewollten internetzugang abzuschalten. dazu braucht man ne zusatz-"app".


unterm strich heißt das also: es gibt da dieses handy, dass sich permanent ohne nachzufragen und ungeachtet der einstellungen mit dem internet verbindet - und wenn man das nicht will, dann muss man sich zuerst mal online registrieren, sich dann aus dem internet eine spezielle app runterladen und dann mit dieser app den netzzugang deaktivieren.


und das im jahr 2011. kein scheiss.

thirty

adieu, vertraute zwei. die letzten zehn jahre warst du ein guter begleiter.

dreissig, also. happy birthday to me. danke allen lieben SMS, mails, anrufen - danke allen drandenkern!

(und die nicht-drandenker: is auch nicht weiter tragisch ;-) )

Privat Dienstag, 21. Juni 2011

reality. maybe.

EHEC

...und salat ist gesund, ne?

es liegt nicht am produkt, es liegt an der nahrungsmittelindustrie. es muss ja alles länger halten, frischer schmecken, größer wachsen und nach nem transport um den halben globus immernoch klasse aussehen. das ist jedenfalls die handlungsvorgabe dieses industriezweigs. und was dann dabei rauskommt kann man in einigen fällen eben nichtmehr bedenkenlos verzehren.

ne frage dazu: ist jetzt die haltung der gesellschaft verkorkst, die genau diese art "perfektionierter" lebensmittel erwartet und die industrie stillt nur die nachfrage - oder verhält es sich genau andersherum: generieren die nahrungsmittelhersteller durch ihre produktpaletten genau diese erwartungshaltung beim verbraucher?


in einer art statement hat die spanische landwirtschaftsministerin eine gurke gegessen. ich weiß, da sind wir jetzt alle zutiefst beeindruckt. in etwa so wie kürzlich in japan, wo verstrahltes gemüse vor laufenden kameras gegessen wurde, weil unbedenklich. mir gehts jedenfalls gleich viel besser dadurch.

den bisher verstorbenen oder erkrankten wohl eher nicht. es gäb nun wohl eine art impfstoff oder gegenmittel, das zählt aktuell allerdings zu den teuersten auf dem markt - ich vermute kaum jemand wird den vierstelligen vorsorgebetrag berappen. und für die verschwörungskiste: ich behaupte, frei ins blaue geraten, dass die für die H1N1-schutzimpfung gedachten ampullen demnächst ablaufen. haltbarkeitsdatum, und so. da wollte sich nämlich kaum jemand impfen lassen, da dürften noch große berge an reserven rumliegen. und weil der kram damals auch richtig teuer war wird man die sicher nicht wegwerfen wollen - tadaa, gurkengrippe! aber das ist natürlich alles nicht wahr, is nur so ein gedanke.

btw, wo ich grad dabei bin: H1N1, man kennts auch als schweinegrippe, ist übrigens nach wie vor ein thema - nur eben nichtmehr bei uns, seit mitte märz 2011 der letzte todesfall in den medien war. dafür geht das ganze jetzt in venezuela weiter, dort hat man, ebenfalls im märz dieses jahres, ein neues aufkeimen des virus entdeckt. in nur wenigen wochen hat sich dort die zahl der infizierten menschen vervierfacht! also, von ca. 300 auf ca. 1200. zunächst gabs da wöchentlich mal nen artikel oder ne meldung, bis mitte april - und seitdem nichts mehr. sind wohl alle verstorben.


zurück zu EHEC. das taugt vermutlich noch ne weile als thema, solang man jetzt im anfangsstadium der sache panik schüren kann wird man das auch tun. ich stimme den medien vollumfänglich zu - es gibt zur zeit einfach kein wichtigeres thema als die schale von chemisch behandeltem gemüse aus dem europäischen ausland. is sonst halt einfach nich so viel los, auf diesem planeten... da darf man das.



nachtrag, 06.06.2011
...und jetzt warens garkeine ausländischen gurken. der spanische bauer, der da zuerst bezichtigt wurde, ist bereits angereist um schadensersatz zu fordern. aktuell versteckt sich EHEC in irgendwelchen sprossen - wenn ich mich nicht täusche sogar hierzulande. jemand mit einem weißen kittel hat gestern im TV den krankheitsverlauf beschrieben. klang garnicht gut.

immer wieder höre ich menschen die nicht verstehen warum wir trotz unseres riesigen forschungsapparats solche dinge wie EHEC nicht in den griff bekommen. mich würde an dieser stelle mal interessieren wieviel prozent dieser forschung überhaupt derart wichtige bereiche untersucht. mein bauchgefühl sagt mir dass deutlich höhere summen für die entwicklung und vermarktung von "augen-roll-ons" und anti-falten-creme aufgebracht werden...