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File to Heidenhain

(Aktualisiert am 02.12.2016)

Ein geläufiges Problem in NC-Abteilungen der Industrie: Man hat Maschinen mit Heidenhain-Steuerung, die Programme abarbeiten sollen. Und man hat die NC-Programme, als Dateien, auf nem PC. Und irgendwie muss das Eine jetzt zum Anderen kommen...

 

Möglichkeiten

1) Man bringt die Daten "von Hand" zur Maschine. Physikalisch. Auf einem Datenträger.

Die Programme können am PC auf einen Datenträger kopiert werden, viele Steuerungen haben eine Schnittstelle um beispielsweise auf USB-Sticks zugreifen zu können.

Positiv

Abgesehen davon, dass dazu so gut wie keine Vorkehrungen notwendig sind, gibt es keine relevanten Vorteile.

Negativ

Wenn Mitarbeiter anfangen zwischen Maschinen und PCs zu pendeln, kann man sich den eher chaotischen Ablauf wohl selbst vorstellen. Mein persönliches "Highlight" war ne Maschine, deren Netzwerkanbindung Probleme bereitete - also hat man die Programme auf ne 3,5"-Diskette kopiert, da die Maschine sowas noch einlesen konnte. Floppy-Disketten. Das war 2014. Immerhin wurden keine Lochstreifen verwendet...

 

2) Man richtet nen zentralen Datenserver ein, auf den sowohl die PCs als auch die Maschinen zugreifen können.

Auf einem Server im Netzwerk, der für die Datenspeicherung ausgelegt ist, werden die NC-Programme abgelegt, die Maschinen können sie von dort aus einlesen. Geläufige Heidenhain-Steuerungen können das.

Positiv

Einmal eingerichtet ist das eine langfristig solide Lösung. Wenn man nicht in unnötig überzogene Server-Hardware investiert sollten die Kosten dafür überschaubar bleiben, im Prinzip reicht ein ausrangierter, passend konfigurierter PC.

Negativ

Die Maschinen benötigen ein NFS- oder SMB-Dateisystem. Um darauf von nem PC zugreifen zu können sind bestimmte Konfigurationen oder Tools notwendig, es kann also nicht jeder Computer "einfach so" mit dem Server arbeiten. Außerdem neigen solche Dateibasierten Systeme gerne dazu chaotisch und unüberschaubar zu werden, diese Gefahr wächst mit der Anzahl der Personen, die darauf Zugriff haben. Es ist meiner Erfahrung nach sehr viel Vorarbeit notwendig, um eine langfristig handhabbare Struktur zu etablieren.

 

3) Man verwendet "TNCRemoNT".

Das kostenfreie Heidenhain-Tool "TNCRemoNT" kann eine Verbindung zwischen PC und Maschine herstellen und erlaubt das Austauschen von Dateien. Es lassen sich Verzeichnisse auf der lokalen Festplatte und der Maschine auswählen, ähnlich wie man das vielleicht von FTP-Tools kennt.

Positiv

Es ist kostenlos und ziemlich leicht verständlich.

Negativ

Wenn man nicht nur gelegentlich Dateien überträgt, sondern das Programm häufig nutzt, stellt man fest: ...es ist umständlich. Die Handhabung entspricht dem Software-Stand vergangener Zeiten, und auch wenn man damit alle erforderlichen Aufgaben erledigen kann ist das häufige "herum-geklicke" oft lästig.

 

4) Man wendet sich an Fachleute.

Es gibt zahlreiche kommerzielle Lösungen für das Problem, ein geläufiger Begriff dafür ist "DNC". Verschiedene Angebote aus Hard- und/oder Software können in nahezu beliebige Maschinen-Landschaften integriert werden. Wer feststellt dass es auch kostenlose DNC-Software gibt: ...das ist unterm Strich sowas wie TNCRemoNT.

Positiv

Funktioniert so gut wie überall. Kann je nach Fachwissen des Partners auch zu ner wirklich guten, stabilen Lösung führen.

Negativ

Kostet Geld. Das kann je nach Situation richtig teuer werden. Und es gibt ganz allgemein zwei verschiedene "Grundhaltungen" der Anbieter in solchen Belangen: Die Erste, am häufigsten anzutreffen, ist eine vorgefertigte Lösung, die man wie vorgesehen zu benutzen hat. Jemand kommt, setzt dir die Lösung vor die Nase, und sagt "Hier ist die Anleitung, viel Spaß damit.". Die Zweite, eher vom aussterben bedroht, ist eine individuelle Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten. Jemand kommt, zeigt dir wie er das Problem lösen würde und berät dich dann wie man das Konzept am Besten in deiner Abteilung umsetzen kann. Es ist nicht immer leicht vorher zu wissen, mit welcher Haltung ein Anbieter das Thema angeht - im ungünstigsten Fall werden die Abläufe in der Abteilung drastisch verkompliziert.

 

 

Was man auch machen kann...

...mich mal nach meinem Python-Skript "NCTool" fragen :-)

Das erwähnte Programm TNCRemoNT funktioniert auch per Kommandozeile - und ich hab ein kleines Programm mit simpler Benutzeroberfläche geschrieben, dass die geläufige Aufgabe NC-Programme von nem PC zu einer Maschine zu senden weitestgehend automatisiert.

Mit entsprechend benannten NC-Programmen genügen in der Praxis zwei Mausklicks, damit die Dateien genau da auf der Maschine landen, wo man sie haben will.

 

Wer dazu mehr erfahren möchte soll mir einfach schreiben, ich muss allerdings gleich erwähnen: Programmier-Grundlagen und ein paar IT-Kenntnisse sind erforderlich, sowas wie nen simplen Installer oder ein einfach ausführbares .exe-Programm gibt es nicht.

ill

nur fürs archiv: ...bin krank zuhause.

Privat Dienstag, 24. September 2013

vote

...und es war übrigens bundestagswahl.

warte - warum erwähn ich das eigentlich?

 

wahlwerbung gehört verboten. wenns ne partei nicht schafft durch ihr wirken zu überzeugen brauchen sie vor ner wahl auch keine bildchen aufhängen oder werbespots drehen.

politik generell sollte durch inhalte und taten überzeugen. aktuell siehts aber so aus dass niemand im business weiß was "inhalte" oder "taten" eigentlich sind.

politik ist dazu da um dem volk zu dienen. die reale situation: das volk dient der politik. und die wiederum ihren lobbyisten.

...und zuletzt, nach wie vor: es sollte die möglichkeit geben "dagegen" zu stimmen. das könnte ich dann immerhin mit meinem gewissen vereinbaren.

Kids can't use computers

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Eixendorfer Stausee / Schwarzach

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Privat Dienstag, 10. September 2013