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Höllbachgspreng & Falkenstein

Ein kurzer Wochenend-Trip hat Mr. Kort und mich tief in den Bayerischen Wald geführt, beinahe bis zur Landesgrenze. An genau diesem grünen Fleck, etwas nördlich von Zwiesel, befindet sich der etwa 1300m hohe Große Falkenstein und das Höllbachgspreng. Darauf aufmerksam geworden bin ich durch den Bericht von Gerald Friederici, auf dessen Webseite man viele Bilder und eine ausführliche Wegbeschreibung findet. Wegen diesem Bericht wollte ich da überhaupt erst hin.

Von meinem Wohnort aus ist man in deutlich weniger als 2 Std. am Ziel. Wie beim letzten Ausflug in den Bayerischen Wald war das Wetter auch diesmal eher mies, aber entsprechend vorbereitet kann man auch mit Kälte und Nässe klarkommen. Campingplätze gibts in der Region zuhauf, wir haben uns einen ausgesucht der nahe am Falkenstein liegt und waren beim Camping Heiner in Regenhütte sehr zufrieden. Der Platz ist, verglichen mit anderen, ziemlich klein und sehr gemütlich. Der Besitzer ist supernett, hat einige gute Tips parat und ist selbst häufiger auf dem Falkenstein unterwegs. Naja, die Sanitär-Container sind vielleicht etwas zu spartanisch... aber das hat uns nicht wirklich gestört.

 

 

Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zum Wander-Parkplatz in Zwieslerwaldhaus, dem Start (und Ende) der Tour. Eine vollständige Beschreibung der Strecke spar ich mir, das hat Gerald Friederici schon erledigt. Aber vielleicht einige Anmerkungen dazu...

Vom Parkplatz aus führen mehrere Wanderwege in den Wald. Und auch weitere Forststraßen und Loipen. Ich hab mir sagen lassen dass es durchaus möglich ist gleich zu Beginn einen falschen Weg zu wählen, wodurch man dann etwa eine Stunde und fünf Kilometer Umweg in Kauf nehmen muß. Oder mehr, je nachdem wie lange es eben dauert bis man den Irrtum bemerkt. Die beschriebenen Wege mit ihren Symbolen sind wirklich sehr gut ausgeschildert - wenn verdächtig lange keiner dieser Wegweiser mehr zu finden ist hat man was falsch gemacht. Und ein Kompass ist beim Navigieren im Gelände immer hilfreich, aka. "Wir laufen schon viel zu lange nach Süden...".

 

Die ersten eineinhalb Stunden sind tatsächlich eher langweilig. Wenn man nicht weiß was dann folgt kann man beinahe schon etwas enttäuscht sein. Das letzte Stück zur Höllbachschwelle ist immerhin nicht mehr ganz so trist - und ab da beginnt dann erst der eigentliche Spaß.

Der Weg durch dieses Gebiet ist äußerst anstrengend und sollte nur von geübten Wanderern benutzt werden.

Der Aufstieg von der Höllbachschwelle zum Gipfel zählt mit zu den bemerkenswertesten Wegen die ich bisher gesehen habe. Und "anstrengend" ist auch so gemeint - ich bekam deutlich zu spüren dass es mir an Kondition fehlt. Etwa zwei Stunden lang geht es über Felsen, Bäume und sonstige Hindernisse immer steil bergauf. Bei diesem Abschnitt sollte man auch wirklich auf die Beschilderung achten, denn was hier Weg und was Wildnis ist kann man nicht immer unterscheiden.

 

 

Am Gipfel angekommen kann man sich dann in der bewirteten Schutzhütte belohnen (...die Webseite hat ne coole URL - und bietet viele Infos, auch Karten), mit verschiedenen Schmankerln zu vernünftigen Preisen. Während wir dort pausierten zog ein Graupelschauer vorüber - ein bisschen Glück gehört eben auch dazu. Was das Wetter betrifft sollte man sich in den bergigen Regionen des Bayerischen Waldes wohl darauf einstellen dass es schnelle Umschwünge geben kann.

Der Rückweg vom Gipfel des "Großen Falkenstein" führt nach kurzer Zeit direkt zum "Kleinen Falkenstein", ein Fels-Vorsprung der erklettert werden kann und - bei passendem Wetter - eine tolle Aussicht bietet. Der restliche Rückweg auf normalen Wegen ist sehr angenehm, was nach dem anstrengenden Aufstieg richtig gut tat. Ich würde den Rundweg jederzeit wieder im Gegen-Uhrzeigersinn laufen, da der gesamte Aufstieg sonst fast schon etwas zu langweilig ist. Und ich vermute dass ein Abstieg über das Geröll des Höllbachgspreng vermutlich noch anstrengender und auch gefährlicher ist.

 

 

Die Tour ist etwa 16km lang - nicht wirklich viel, aber aufgrund des Geländes völlig ausreichend für ne Tagestour. Auch wenn man sich nicht verläuft. Die Gegend ist klasse (der Bayerische Ur-Wald, eben), das Höllbachgspreng ein absolutes (und anstrengendes) Highlight. Und natürlich gibt es rund um den Falkenstein noch unzählige weitere Wanderwege, man kann dort also auch problemlos mehrere Tage verbringen. Ich will dort mindestens noch ein zweites mal hin - und vielleicht klappts dann ja auch mal mit dem Wetter.

Privat Dienstag, 30. Juni 2015

Reasons

Sondermeldung: Endlich wurden die Gründe gefunden, warum wir die Vorratsdatenspeicherung wirklich brauchen!

Current events

Mal willkürlich ein paar der aktuellen Tagesthemen:

Das G36 schießt immer noch nicht richtig, deswegen soll nun die Staatsanwaltschaft ermitteln.

In den USA wurde die Ehe für Homosexuelle erlaubt (ausgerechnet die Amis mussten da jetzt Vorreiter spielen...). Anders läuft das in der Türkei, da sind die Teilnehmer einer Homo-Demonstration mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen gestoppt worden - von der Polizei, natürlich.

Politiker hierzulande fordern immer noch, wieder, dringend, diesmal aber wirklich, endlich, die Vorratsdatenspeicherung. Gleichzeitig wurde bekannt dass die Speicherdauer der Verbindungsdaten im Bundestag verkürzt wurde - die Politiker finden es wohl nicht so gut wenn die gespeicherten Daten sie selbst betreffen.

Ein weiteres Anti-Viren-Programm hat ne große Schwachstelle, die den Fernzugriff auf den PC erlaubt.

Und die PC-Version des aktuellen Batman-Spiels wurde zurückgezogen, weils unspielbar schlecht war. Da wurde halt mal wieder ein "unfertiges" Spiel ausgeliefert.

Die Franzosen waren letztens etwas empört, als sie begriffen haben dass die NSA mit "alles abschnorcheln" schon auch Frankreich meint.

Und natürlich: ...die Griechen. Immer wenn gerade mal nichts aufregendes mit Putin oder der Ukraine passiert, dann müssen eben die Griechen herhalten. Unsere Medien brauchen nunmal immer irgend einen Buhmann.

 

..."News", nennt sich das dann. Was daran neu sein soll ist mir schleierhaft.

Clouds, again

Genau deswegen speichert man wichtige Dinge nicht in ner Cloud. Erst recht keine Passwörter. Und erst recht nicht von möglichst vielen Personen, zentral an einem Ort. Die Tatsache dass dieser "Service" überhaupt angenommen wurde sagt einiges über das Sicherheitsbewusstsein der Nutzer.

Beeindruckend finde ich dabei mal wieder die betont lässige Haltung des Anbieters. Ist ja alles gar nicht wirklich schlimm - immerhin hat ja niemand die tatsächlich gespeicherten Passwörter abgegriffen. Sagen sie. Und im gleichen Atemzug erklären sie dass halt so ziemlich alles was da sonst noch zu finden war rausgetragen wurde.

Die Argumentation bei IT-Zwischenfällen dieser Art gleicht schon ein wenig der Berichterstattung bei Problemen mit Kernreaktoren: "Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit."

Undenominational

Hatte ich lange vor, ist endlich Realität: Ich bin fortan Konfessionslos (genau das bedeutet die Überschrift - und ja, ich musste das nachschlagen).

Nicht weil ich keinen Glauben hätte. Nicht weil ich Atheist bin. Ist beides falsch. Wer sich näher dafür interessiert kann hier mal anfangen zu lesen, das trifft schon sehr weitgehend auf meine Denkweise zu. Interessant finde ich auch was dort unter dem Begriff "Ignostizismus" zu lesen ist.

Privat Montag, 15. Juni 2015