plastickblog

Pay gap

Alle reden immer davon, dass es nicht fair ist, wenn das Gehalt bei gleicher Tätigkeit je nach Geschlecht unterschiedlich ausfällt. Zurecht, aber... nunja... äh... gilt das auch für die Vorstands-Etage?

Weil es angeblich nicht genügend Kandidatinnen für die oberste Führungsetage deutscher Unternehmen gibt, können sich die wenigen freuen: Sie bekommen mehr Geld als die männlichen Kollegen.

Feed cleanup

Hab gerade meinen Newsreader aufgeräumt und dabei einige Quellen rausgeworfen, die mittlerweile "nicht mehr verfügbar" sind. Ich versteh nicht, warum es Menschen gibt, die Beiträge auf ihrer Webseite möglichst jedem zugänglich machen wollen und daher folgerichtig auch nen Newsfeed anbieten - das dann aber ausschließlich bei nem Anbieter tun, der zum Lesen des Feeds einen Account verlangt.

Das ist mehr als nur Kontraproduktiv. Ich kann die Beiträge schließlich einfach lesen, wenn ich die Webseiten besuche. Ich möchte gerade das aber eben nicht, sondern nur eure Inhalte abgreifen. Und ihr bietet mir an, das bei eurem Dienstleister zu tun, der mich erstmal zum Registrieren eines Zugangs auffordert? Wirklich? Tja, dann halt nicht, ich werd euch nicht vermissen.

Věra Jourová vs. Facebook

Die Politikerin Věra Jourová - man kennt sie bereits - macht nun Druck auf Facebook. Ich bin ja auch der Meinung, dass dieses Unternehmen deutlich mehr Druck erfahren darf, aber ich bezweifle dass Frau Jurová mit ihrem Vorhaben recht weit kommt.

Wir wollen, dass Facebook absolut transparent ist, wie ihre Dienste funktionieren und wie sie Geld verdienen.

Sportlich! Tja, äh, dann mal viel Glück!

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Da haben wir mit Herrn Maaßen also einen Verfassungsschutz-Chef ins Amt gesetzt, der mit seinen Äußerungen zu Chemnitz rechte Gesinnungen unterstützt und menschenverachtende Taten kleingeredet hat.

Selbstredend forderten allen möglichen Seiten den Rücktritt von Herrn Maaßen. Nachvollziehbar und überfällig, wie ich finde.

Nun, Herr Maaßen ist künftig nicht mehr Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Doch nur, weil er zum Staatssekretär befördert wurde. Und natürlich steht Herrn Maaßen dadurch auch ein höheres Gehalt zu, statt bisher monatlich 11.577€ bekommt er künftig 14.157€ - also 2.580€ mehr.

Herrn Maaßens Wikipedia-Eintrag besteht hauptsächlich aus dem Kapitel "Kritik und Kontroversen", welches das bisherige Wirken dieser Person schön zusammenfasst. Jeder "normalsterbliche" mit so nem Werdegang hätte mit ernsten Konsequenzen zu rechnen - aber in der Politik ist dieses Gebahren offensichtlich ausreichend für ne Beförderung.

 

Update, 24.09.:
Man hat sich wohl darauf geeinigt, Maaßen nun doch nicht zu befördern. Er soll nun Sonderberater werden und seine Gehaltsstufe beibehalten. In der Politik sind allem Anschein nach selbst drastische Fehler leicht zu verzeihen, oder spricht man im Fall Maaßen noch von "Strafe" oder "Rauswurf"..? Sind doch alle glücklich, jetzt, oder?

 

Update, 01.10.:
Jetzt, wo der Maaßen wieder aus den Schlagzeilen raus ist, kann man ihm wohl doch etwas mehr Geld zustecken.

Chinese Google

Google hat es nicht leicht in China Fuß zu fassen und muss der Regierung bei manchen Dingen etwas entgegenkommen. So sollen zum Beispiel Google-Suchen per Android-Smartphone direkt die Telefonnummer des Suchenden speichern.

Verlangen die Behörden die Herausgabe der Informationen, können sie schnell und einfach herausfinden, wer wann nach unliebsamen Dingen gegoogelt hat.

Und natürlich muss Google dort auch etwas strenger filtern als üblich:

The Intercept hatte bereits berichtet, dass Google für die chinesische Version der Suchmaschine eine Liste mit verbotenen Begriffen zusammengestellt hat. Unter anderem finden sich darauf die chinesischen Begriffe für "Studentenprotest", "Nobelpreis" und "Menschenrechte".

...aber angesichts der Forderungen, die unsere Politiker ans Internet stellen, sollten wir an dieser Stelle nicht mit dem Finger zeigen, sondern beschämt auf den Boden gucken.