plastickblog - Macron

Macron

Passend zur Wahl in Frankreich haben russische Hacker den Favoriten Macron gehackt.

Russische Hacker, Verbindung zum Bundestags-Hack, Verbindung zu Hacks bei der letzten US-Wahl - wer ein bischen aufgepasst hat weiß mittlerweile, dass das alles Unsinn ist. Aber es schreibt sich gut. Außerdem ist ja Wahl. Und irgendwie sind wir immer noch ziemlich geil drauf den Russen eins reinzuwürgen.

 

Macron, also. Oder einfach ausgedrückt, damit das auch jeder versteht: "Nicht der Nazi". Sogesehen also doch ein willkommener Kandidat, jemand der dem Rechts-Ruck etwas entgegensetzen kann! Jemand, der Le Pen die Stirn bietet, muss doch einfach ein toller Kerl sein, oder? Bisher war mir Macron kein Begriff, aber das hat sich geändert. Sein Wikipedia-Artikel, auszugsweise:

1977 als Sohn einer Ärztefamilie geboren, in gehobenen Kreisen Aufgewachsen, Abitur, Philosophie-Studium (Arbeiten über Machiavelli und Hegel). Dann nochmal ein Studium in einer Verwaltungshochschule, Bestleistungen.

Mit 31 dann als Investmentbanker für die Rothschilds tätig, vermittelt durch den Verwaltungsratspräsidenten von Sanofi. Zwei Jahre darauf dann die Partnerschaft mit Rothschild. 2012 begleitet er die Übernahme einer Pfizer-Sparte durch Nestlé. 2017 kandidiert er nun für das Amt des französischen Präsidenten.

Da interessiert mich das, was der Hack nun über ihn ausspuckt, schon gar nicht mehr. Sein Lebenslauf reicht völlig. Wer in diesen Kreisen derart schnell und erfolgreich gearbeitet hat, ist definitiv nicht "Volksnah". Dass es bei ihm was schmutziges zu finden gab, überrascht bei den genannten Unternehmen hoffentlich niemanden.

 

...so, und wie war das jetzt noch gleich, mit der Wahl des "kleineren Übels"? Die französischen Nazis mit Le Pen sind offensichtlich nicht geeignet, um das Land und die Menschen in eine brauchbare Zukunft zu führen. Aber wen wählen die Franzosen wirklich, wenn sie für Macron stimmen?