plastickblog - Clean air, maybe?

Clean air, maybe?

Da hat sich also irgendjemand Grenzwerte einfallen lassen, für bzw. gegen die Verschmutzung unserer Luft. Grenzwerte, die unseren Umgang mit unserer Atemluft regeln sollen. Die Luft enthält weniger Schadstoffe als der Grenzwert? Alles cool, Buddy, alles bestens! Die Schadstoffe überschreiten den Grenzwert? Oh oh, da müssen wir aber was tun, Kollege!

So war das wohl mal gedacht.

Und jetzt: Kraftfahrzeuge stellen sich überraschend als Luftverpester heraus. Die Fahrzeuge können die Abgas-Vorgaben ohne Betrug gar nicht erfüllen. Ganz klar, da muss man die Vorgaben ändern!

Neben den offiziellen Bekundungen übte die Bundesregierung nach Bekanntwerden des VW-Skandals nach Presseangaben Druck auf die EU-Kommission und das EU-Parlament aus, um die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte soweit zu schwächen, dass nun auch Autos Zulassungen erhalten, die die zum Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Grenzwerte für Schadstoffausstoß um das Doppelte übertreffen.

(Quelle)

Das ist die eine Sache.

Die andere ist, dass die Luftbelastung in unseren Großstädten nun - welch Wunder - ebenfalls über den zulässigen Grenzwerten liegt, weshalb bereits Fahrverbote für Dieselfahrzeuge eingeführt wurden. Aber auch dafür hat unsere Regierung eine Lösung, denn was ist schon schlimm daran, wenn die Werte nur ein klein bisschen überschritten wurden? Also, nur gering? So ein bisschen Grenzüberschreitung, das darf man halt nicht so eng sehen, findet Merkel.

Die Verhängung von Diesel-Fahrverboten wegen zu schmutziger Luft in deutschen Städten soll nach dem Willen von Kanzlerin und Angela Merkel per Gesetz erschwert werden.

(Quelle)

 

Zusammengefasst werden also Fahrzeuge produziert, die zu hohe Abgaswerte haben, aber dieses Problem möchte man lösen, indem man die Grenzwerte entsprechend manipuliert. Und da diese Autos dafür sorgen, dass die Luft in Großstädten kritisch belastet ist, möchte man das Gesetz so formen, dass man den Autos nicht verbieten kann trotzdem weiter durch Innenstädte zu fahren.

Na, da darf man wohl gespannt sein, wie positiv sich dieses Verhalten auf unsere Atemluft auswirkt!