16.06.2008 | 17:04
in love, again
i created a monster...!
ich hab in letzter zeit schon so ziemlich jeden damit genervt und auch hier schon was angedeutet. jetzt ist es amtlich: ich hab mich verliebt - in meinen neuen computer. details siehe volltext :-)
es ging nicht anders: ein brandneuer pc musste her. der deutlich in die tage gekommene pentium 4 @ 2ghz war einfach zu träge als dass man damit noch vernünftig arbeiten konnte. anfangs hatte ich ein low-budget system geplant, bei dem ich große teile meiner alten komponenten weiterverwenden wollte. doch schon nach kurzer zeit habe ich diesen gedanken verworfen: weg mit den altlasten, bitte alles einmal neu. und zwar vernünftig. ich denke das ist mir ganz gut gelungen.
gehäuse: chieftec dh-03
ein midi-tower in brauchbarer größe. optisch sehr schlicht, genau mein ding. in sachen verarbeitung und aufteilung gut durchdacht, nur mit diesen klemmverbindungen für laufwerke kann ich mich nicht anfreunden. aber man kann die ja trotzdem noch festschrauben.
gehäuselüfter nr. 1: 120mm AF12025 PWM
sollte eigentlich an der gehäuserückseite für entsprechenden durchzug sorgen - hab ich aber aus anschlussgründen (3pin/4pin-stecker) mit meinem cpu-lüfter, ebenfalls 120mm, getauscht.
gehäuselüfter nr. 3 & 4: Arctic Fan Pro TC
sind beide an der gehäusefront verbaut, einer davon im festplattenkäfig. damit sollte das thema "luftzufuhr" dann erledigt sein.
netzteil: corsair CMPSU-520HX
520w, das ist mehr als ausreichend. das gut durchdachte kabel-management sorgt für ein aufgeräumtes case, ausgestattet mit anschlüssen für alles was einem so in die quere kommt. nett: ein hoher leistungskoeffizient (80% und mehr) sorgt dafür dass nicht sinnlos energie verbraten wird.
mainboard: asus maximus formula
ja, hier hätte vermutlich auch ein etwas kleineres modell gereicht - aber ich wollte dieses teil. das ding lässt sich mit so ziemlich allem bestücken was es derzeit so auf dem markt gibt - ausser mit grafikkarten in nvidias "sli"-verbund. aber darauf kann ich auch gut verzichten. bonus: overclocking war noch nie so einfach.
cpu: core 2 quad q6600
auch wenn bei gamern noch dual-core cpus bevorzugt werden - ich wollte den. den netten, kleinen quadcore, der von allen seiten gelobt wird. der sollte dann auch künftig noch gut mithalten können, hoffe ich jedenfalls. im standardtakt laufen die vier kerne mit 2,4ghz, bei mir (und sehr vielen anderen besitzern) aktuell mit 3,0ghz - ohne probleme.
cpu-kühler: ekl "alpenföhn" gross clockner
ja, dieses ding heißt wirklich so! der monstöse kühlkörper braucht gut und gerne 16cm platz im gehäuse, ein 120mm-lüfter hält den prozessor bei laune. leider hat sich bei der produktbeschreibung eines online-händlers ein tippfehler eingeschlichen, wodurch der lüfteranschluss bei meinem mainboard nicht ganz so optimal gelingen wollte - deswegen hab ich den lüfter mit dem 120mm-arctic-cooling getauscht, was problemlos möglich ist. größere schwierigkeiten hatte ich bei der montage dieses geräts: mein mainboard ist mit sehr vielen passiven kühlelementen versehen, so dass für die befestigung dieses kühlers zu wenig platz bleibt.
umtauschen wollte ich das ding aber auch nicht, immer hatte ich einen eisernen willen und einen werkzeugkasten. also hab ich zunächst die haltevorrichtung zurechtgestutzt, damit ich diese problemlos auf dem mainboard befestigen konnte. anschließend musste ich noch die halteklammern und den druckbügel ein wenig zurechtbiegen - und nach "nur" vier stunden arbeit war das werk vollbracht. ich kann von dieser mainboard-kühler-kombination nur abraten, auch wenn ich im nachhinein sehr zufrieden mit dem ergebnis bin.
arbeitsspeicher: 4gb kingston hyper-x ddr2-800 cl5
ein set aus zwei riegeln zu je 2gb, standard-timings 5-5-5-15. die timings könnte ich noch runtersetzen, aktuell hab ich aber keinen anlass dazu. läuft selbstredend im dual-channel mode. mein 32-bit xp erkennt davon nur 3,25gb, trotzdem hat mir diese lösung besser gefallen als drei einzelne ram-riegel zu je 1gb - und obendrein ist das auch noch günstiger. die taktung von 800mhz musste ich im bios einstellen, lief standardmäßig nur auf 667.
grafikkarte: asus 8800gts 512
keine leichte entscheidung - frag10 leute nach ner brauchbaren grafikkarte und du bekommst mindestens 15 verschiedene meinungen. diese hier ist relativ günstig zu erwerben und spielt trotzdem noch in der oberen liga mit - mal sehen wie und ob die bereits angekündigten neuen modelle das ändern werden. für meine zwecke ist die jedoch völlig ausreichend.
festplatten
zur derzeitigen spitze zählt unter anderem auch die "samsung spinpoint f1", die ich mir in der 640-gb-ausführung gegönnt habe. zusätzlichen speicher bieten mir zwei "western digital caviar se" mit je 160gb - ich glaub kaum dass ich das jemals brauchen werde, aber ich mag physikalische trennung und logische aufteilungen, so what. sind natürlich allesamt sata-platten, ohne raid oder ähnliche spielereien.
laufwerke:
zwei dvd-brenner von lg. alleskönner, dvd-ram-support, was man eben so braucht.
monitor: asus 19" widescreen lcd
diese anschaffung hatte eigentlich nur einen grund: ich kann den neuen rechner einfach nicht mit meinem bisherigen 15"-lcd laufen lassen. das geht einfach nicht, ich brings nicht übers herz, es ist falsch dieses gerät mit einem so winzigen bildschirm auszustatten. und ganz ehrlich: der alte monitor hat auch schon ein wenig geflackert, ein sauberes bild hatte man nur wenn man das kabel an den richtigen stellen richtig geknickt hat. jetzt hab ich also das größte gerät, das auf dem schreibtisch noch platz findet. und 1440x900px sind eine deutliche verbesserung.
maus: logitech mx revolution
ich hatte ja zuvor schon eine hochwertige logitech-maus, aber gerade während ich die einzelteile bestellt habe waren bei der die battarien leer. nun - das wird mir jetzt nichtmehr passieren. nie wieder. und ich kenn das gerät bereits aus der arbeit - besser gehts einfach nicht.
keyboard: cherry cymotion expert (black)
hatte ich schon, verwende ich weiter. ich will nie wieder eine andere tastatur.
the monster, itself:
obwohl ich bei meinem neuen rechner auf sämtliche alten pci-karten verzichten kann ist das gehäuse gut voll - allerdings gibt es auch keinen grund noch irgendwas reinzustecken. alle komponenten sind wie erwartet von hervorragender qualität und der zusammenbau ging leichter von der hand als erwartet - wenn man den cpu-kühler mal nicht berücksichtigt.
etwas enttäuscht bin ich von der lüftersteuerung des mainboards. man kann die drehzahl zwar temperaturabhängig schalten, doch das funktioniert nur unzuverlässig bis garnicht. und: die mitgelieferte software, über die man lüfterstatus, overclocking etc. auch vom betriebssystem aus erledigen kann, führt bei mir nur zum bluescreen. wäre mir das wichtig könnte ich mich darüber aufregen, aber da ich sämtliche funktionen bequem über das bios abrufen und einstellen kann interessiert mich das gleich null.
anfangs dachte ich dass die temperaturen der north- und southbridge mit ~65 bzw. ~50°c etwas zu hoch wären, asus hat mir jedoch mitgeteilt dass das bei diesem mainboard ganz normal ist und sie sogar bis 75°C ansteigen düften. im gehäuse selbst ist es mit ~35°C angenehm, die cpu-temperatur liegt im normalbetrieb auch nur bei ~30 bis ~35°C - hier bin ich dann doch wieder froh den "ekl gross clockner" verbaut zu haben, auch wenns ne scheiss arbeit war.
gegenwärtig laufen alle lüfter auf maximaler drehzahl, was sich natürlich auf die lautstärke auswirkt: ja, man hört den rechner. allerdings bin ich schlimmeres gewohnt, mein altes gerät entsprach von der lautstärke her eher einem staubsauger, so dass ich auch mit hörbaren lüftern gut leben kann. wenn die temperaturen allerdings weiter stabil bleiben und auch unter last noch im grünen bereich sind werd ich die drehzahlen mal runterregeln, dann sollte das ganze auch noch deutlich leiser werden.
ich bin bisher noch mit dem setup beschäftigt, ne menge software will installiert und konfiguriert werden. aber schon dabei merkt man die power dieser maschine deutlich. um mir ein bild davon zu machen ob der rechner auch wirklich schnell ist hab ich die leistung mal mit der beliebten software 3dmark06 getestet und damit ~14.000 punkte erzielt - das ist für dieses setup ganz ordentlich und auch insgesamt recht gut mit dabei. ich könnte jetzt noch den prozessor, den arbeitsspeicher und die grafikkarte bis ans limit ausreizen, dann würde ich da auch noch etwas besser abschneiden - aber das muss ja nicht sein.
ich bin also trotz kleinerer mängel und schwachstellen durchaus zufrieden mit meiner anschaffung, über deren preis wir jetzt lieber nicht reden. klar war das nicht billig, aber mein letzter pc-kauf liegt etwa 8 jahre zurück und so schnell werd ich da auch kein geld mehr ausgeben. insofern: das war jeden cent wert, i feel good - und: i've got a crush on my machine ;-)

Trackback für spezifische URI dieses Eintrags