15.05.2006 | 12:03
frankreich entschärft i-pod klausel im urheberrecht
zuerst sah es ja so aus als wären die franzosen ein volk dass noch soetwas wie eine meinung hat: p2p-sharing sei nicht illegal, drm etwas verwerfliches, kopierschutz etwas was man verbieten sollte. mit dementsprechenden gesetzesvorschlägen kam dieser "widerstand" in die schlagzeilen und sorgte für reichlich aufregung.
jetzt muß man allerdings annehmen dass man etwas sehr voreilig war, die darauffolgenden beschlüsse und änderungen wirken allenfalls planlos: das tauschen geschützter inhalte bleibt illegal, wenn auch zunächst nur geringe geldstrafen vorgesehen sind, p2p-software ist verboten und deren entwickler kommen nicht ganz so leicht davon: mehrjährige haftstrafen und summen im sechsstelliger höhe werden genannt. ein korb auch für die berichterstattung: schon allein die erwähnung von sharing-software kann zur anzeige führen.
dafür sollte aber jedermann das recht auf eine privatkopie zugesichert werden - was nicht so ohne weiteres möglich ist, da namhafte hersteller wie beispielsweise apple viel zeit und geld für ihren ganz persönlichen kopierschutz investiert haben und diesen selbstverständlich nicht so ohne weiteres offenlegen wollen.
darum bewegt sich frankreich erneut weg von dein einsmals eigenen ideen: ganz so einfach bräuchten die firmen ihre technologien doch nicht offenbaren, man könnte diverse dinge ja über lizenzgebühren regeln, blah.
und apple nennt das ganze noch dreist "staatlich geförderte piraterie".
wenn ich mich nicht täusche waren "piraten" immer diejenigen die sich durch fremde güter bereichern.
frankreichs regierung verdient an der ganzen musikdownload/kopierschutz/musicstore-sache keinen cent. der "homo raubkopierer" auch nicht.
apple schon.
minuspunkt.

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