19.06.2006 | 17:04
multilinguales bayern
inwiefern ich das sachlich beurteilen kann ist natürlich fraglich, aber: ich liebe meinen heimatdialekt. das in der oberpfalz gesprochene bayrisch klingt einfach mal richtig gelungen. viele anderen bayerische dialekte sind eher schrecklich als erträglich, das "oberpfälzerisch" sticht da schon irgendwie heraus. gut, ab und an kann auch fränkisch spaß machen und selbst ein waschechter berliner dialekt hat irgendwo seinen reiz. aber insgesamt muss ich meinem heimatdialekt die höchste punktzahl geben.
allerdings ändert das rein garnichts an der tatsache dass man 20 kilometer entfernt des wohnorts schon wieder etwas anders spricht. das fällt zwar nur dem einheimischen auf, stört auch nicht wirklich - aber es gibt eben begriffe die erstmal geklärt werden müssen.
und nicht zuletzt wegen dieser wundervollen würdigung des "ge'läck" tut dieser eintrag not.
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"zäpfad"
das eher wie 'zä-pfad' gesprochene wort, bei dem die letzten beiden buchstaben so gut wie garnicht betont werden, lässt sich am ehesten mit "kränkeln" übersetzen. jemand, der 'zäpfad' ist hat wohl eine etwas angeschlagene gesundheit - ist aber keinesfalls bedrohlich, ernsthaft krank.
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"schnechan"
die betonung liegt auf dem 'e', gemeint ist eigentlich nur "naschen" - und das kennt man wohl nur in diversen stadtteilen, manch einer wusste garnichts damit anzufangen...

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