Mittwoch, 5. Dezember 2007 | 02:52
great moments (gone bad?)
ich liebe das "vollkommene".
das ist nicht immer leicht zu finden und besonders dann nicht wenn man die welt und das alles sowieso nur in schutt und asche sieht. aber so weit braucht man garnicht zu denken um etwas "vollkommenes" zu finden.
mir genügen da ein paar geschickt aneinandergereihte buchstaben, zwei, drei aufeinanderfolgende wörter die das gewisse etwas haben. zwei farbtöne die perfekt harmonieren, sich vollständig ergänzen. ein akkord auf repeat, der all das was ein song je ausdrücken kann verkörpert. der gekonnt eingesetzte wechsel verschiedener oberflächen und strukturen. das richtige geräusch zur richtigen zeit. das ganz bestimmte gefühl in verbindung mit der konsistenz eines gegenstands. der aus den augenwinkeln beobachtete zwischenfall im rechten moment. all sowas.
wirre gedanken? zur zeit lausche ich täglich den selben 4 sekunden musik. selbstverständlich geloopt. ich kann mich an einem bestimmten bild kaum sattsehen. nicht weil ich das mädchen darauf kenne oder tollfinde. sondernd weil ihr blick in kombination mit der farbe ihrer klamotten und die gestaltung der restlichen bildfläche mich umhaut.
das schlimme ist nur: beides, das 4-sekunden-loop und das bild, sind meine werke. dinge, die irgendwann in der nacht zwischen 03:00 und 04:00 entstanden sind, genau erinnern kann ich mich - wie üblich - nicht. im halbschlaf und völlig geistesabwesend hatte ich scheinbar einmal das glück mit ein paar richtigen handgriffen etwas zu erschaffen von dem ich auch nach 5 minuten näherer betrachtung noch überzeugt bin. wie das zustande kommen konnte weiß ich nicht. ich hoffe nur dass ich das auch irgendwie so weiterführen kann. ich bezweifle es allerdings, und genau da liegt das problem.
ich bin recht gut darin etwas in stundenlanger arbeit mit viel mühe und liebe aufzubauen um es dann mit ein paar ungeschickten mausklicks innerhalb weniger minuten in etwas ganz fürchterliches zu verwandeln... :-(

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