13.10.2005 | 19:00

boozoo bajou: dust my broom

der ende august erschienene nachfolger zum fast schon legendären debutalbum "satta"

boozoo bajou, also florian seyberth und peter heider, haben sich erneut im nürnberger ü-raum einquartiert und mit viel liebe zum detail und massivem featuring etwas erschaffen das den vorgänger in den schatten stellt.

elf tracks präsentieren sich dem hörer in bildhübscher verpackung - und wie viele andere artists kann man auch diesen nicht so einfach in eine schublade stecken. man erkennt jazz, blues, brazilectro, downbeat, dub... ich für mich würd es einfach gern als 'triphop' betiteln, weil sich darunter sowieso niemand etwas konkretes vorstellen kann. viele der songs schweben mit etwa 30bpm dahin - eine ruhige sache mit tiefen bässen und eingängigen rhythmen - auch wenn der track "killer" eher an ragga (oderso...) erinnert.

viele verspielte kleinigkeiten lassen vergessen dass der großteil der melodien rein elektronischer natur ist. ich bin davon überzeugt dass sich sehr viele sampler nur zu bereitwillig bedienen werden, so dass dieses album unter anderem auch deswegen bei der willigen hörerschaft großen erfolg haben wird.

bleibt zu erwähnen dass ich dieses album trotz grundliegend anderer meinung gekauft habe. man kann ja mal ausnahmen machen, besonders bei unterstützenswerter musik. und schließlich ist da noch ein kleiner, unscheinbarer aufdruck auf der rückseite der papphülle, der dafür sorgt dass sich boozoo bajou einen festen platz bei den "most likeable acts" gesichert hat:

copy protection free - respect the music

www.boozoobajou.com

 

p.s: wer zuviel geld haben sollte und gerade nicht weiß wie man mir ne freude machen könnte - das hier fänd ich ganz nett ;-)

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