Mittwoch, 13. September 2006 | 07:12
stfu!
der elfte september 2001, ein tag der vielen in erinnerung bleiben wird - und das nicht nur wegen der anschläge.
der elfte september ist der tag, ab dem beinahe jedes staatliche vorhaben weltweit mit der begründung "... gegen den terror" durchgesetzt werden konnte. es ist der tag, ab dem man ruhigen gewissens kriege "zum wohle der allgemeinheit" führen konnte. seit diesem tag ist es ein leichtes persönlichkeitsrechte einzuschränken, wahlweise ganz auszuhebeln, eine privatsphäre gibt es nur noch augenscheinlich, datensammlungen zu jeder person sind seit 9/11 nur eine von vielen selbstverständlichkeiten.
die "anti-terror-maßnahmen" haben in den vergangenen fünf jahren ausmaße erreicht die niemand je hätte erahnen können. zurecht?
denn obwohl "führende köpfe terroristischer organisationen" eliminiert, die sicherheitsvorkehrungen in beinahe jedem bereich um ein vielfaches erhöht und eine vielzahl von "terror-abwehrmaßnahmen" eingeführt wurden hat sich die zahl der anschläge nicht verringert - eher das gegenteil ist der fall.
die unanfechtbare, unfehlbare vorgehensweise liegt auf der hand: schärfere kontrollen, umfangreichere überwachung. willkommen in schilda.
bruce schneier, seinerseits kryptologe und sicherheitsexperte, hat vor kurzem ein statement abgegeben aus dem man sehr schön zitieren kann:
Sicherheit ist nie perfekt, sie ist immer ein Kompromiss.
der vollständigkeit wegen muss man auch erwähnen dass selbst der auslöser, die anschläge an sich, alles andere als aufgeklärt sind, so dass dem rationalen verstand nichts anderes bleibt als zu zweifeln - viele organisationen haben bei diesem vorfall und in den folgejahren ganz einfach scheisse gebaut.
und trotzdem, entgegen besserem wissen, entgegen den erkenntnissen der letzten fünf jahre findet man in der onlineausgabe der new york times einen artikel in dem verschiedene personen mit sehr eindeutiger meinung zu wort kommen: die muslime, der islam, die religion, tolle abwehrmaßnahmen, mehr abwehrmaßnahmen, und so weiter, und so fort.
eine dieser meinungen hat einen besonders schönen titel: "how war can bring peace"...
"wir bringen euch frieden, wenns sein muss mit gewalt!"

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