Mittwoch, 4. Oktober 2006 | 02:11
gegen die rechtsprechung!
nicht von der überschrift ablenken lassen, ich bin durch und durch für gerechtigkeit. nur: diese gibt es scheinbar nur nochauf dem papier. zu beginn ein mitmach-spiel: was hat dieser mann falsch gemacht?

nein, die sonnenbrille geht schon klar. spart das verpixeln. ja, er ist verheiratet, aber dass mein ich auch nicht. nun, kann ja auch keiner drauf kommen: er hat sich erdreistet die aufnäher, die er in der hand hält, zu verkaufen.
ja, genau das. und weil ein rechtsbruch auch mit einer strafe versehen werden muss kostet das diesen herrn jetzt 3600 €. rechtsbruch? nun, um es mit den worten der staatsanwaltschaft zu sagen:
Was unter dem Hakenkreuz geschehen ist, ist zu schrecklich, um es als modisches Accessoire zu verwenden
man hat es also tatsächlich irgendwie geschafft zu übersehen, dass das durchgestrichene hakenkreuz ein symbol gegen faschismus und rassismus, ein symbol gegen rechts geworden ist. mit diesem symbol, das man längst nichtmehr nur auf zerfransten klamotten von bahnhofpunks findet, nehmen täglich zig-tausende die möglichkeit wahr sich offen gegen die geschehnisse der vergangenheit und gegen die rechte gesinnung mancher zeitgenossen auszusprechen. insofern kann man nur zu dem schluss kommen dass dieses zeichen weder schreckliche geschehnisse vertuschen, noch als modisches accessoire gelten soll.
rechtsprechung = rechts-sprechung?
sehr gut gefallen hat mir ein pullover, den ich in regensburg, am eingang einer kneipe befestigt, gesehen habe: er trägt eben dieses "umstrittene" zeichen groß auf der brust, darunter liest man: "wir lassen uns das dagegen-sein nicht verbieten!"
ich gehe noch einen kleinen schritt weiter und sage: wo die justiz so deutlich ihre ziele verfehlt hat, da bin ich gegen sie. in diesem fall wäre keine rechtssprechung definitiv die bessere wahl. darum ohne weitere worte:


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