Sonntag, 11. Februar 2007 | 21:50
cruel parents
stell dir mal vor du wärst 15. und du würdest total auf nen bestimmten interpreten abfahrn. fanboy, sozusagen. jedenfalls fang genug um shirts und cds zu kaufen. stell dir vor dein lieblingsact spielt ein konzert in einer nahegelegenen großstadt. ein abschiesdskonzert. die letzte chance für dich dieses feeling zu erleben. die letzte chance deinen favourite auf der bühne zu sehen.
du gibst dir wochenlang mühe um die erlaubnis zu kriegen da hinzugehn. du kaufst dir n ticket und schmiedest mit freunden nen plan wie ihr da hinkommst. du checkst zug- und busverbindungen. am ende erklärt sich dein dad sogar bereit dich und deine freunde nach der show vom bahnhof abzuholen. die eltern deiner kumpels und natürlich ihr selbst zählt darauf, und alles scheint in butter zu sein.
und jetz stell dir vor am tag des konzerts gibts zoff in der familie und deine mum beschließt kurzerhand dass besagter gig für dich gestorben ist.
wenn man scheisse baut hat das konsequenzen. ganz klar. vielleicht muss man mal ne weile ohne pc verbringen. oder ohne die brandneue konsole. das wären vertretbare folgen. aber ich finde eine entscheidung wie die, die dann letztlich getroffen wurde, geht zu weit. definitiv. mein bruder, dem das wiederfahren ist, hats relativ locker aufgefasst. ich bin jetzt noch auf 180.

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