Sonntag, 18. November 2007 | 13:38

i'll pay more!

ah, sieh an - die ersten abhörmechanismen werden zu papier gebracht und statt sich über technik und rechtsfrage den kopf zu zerbrechen wird, ganz selbstverständlich, erstmal das finanzielle geregelt: die telefon- und internetanbieter sollen für die mit einer abhöraktion verbundenen unannehmlichkeiten entschädigt werden.

das bedeutet zu allererst einmal dass der steuerzahler, also quasi ich, nicht nur für die technischen überwachungsfirlefanz, die ermittelnden beamten und die dahinter ausgelöste bürokratelawine zu zahlen habe, nein, die entsprechenden entschädigungen zahl ich auch gleich noch mit - wir hams ja.

dann sind diese zahlungen in etwa so undurchsichtig wie die preispolitik beim handwerker - wie setzen sich diese summen zusammen? was wird da entschädigt, wo entstehen da finanzielle einbußen in welcher höhe? wenn man sich mal ansieht mit welcher leichtigkeit beinahe jedes größere unternehmen, zu denen man die telekommunikationsdienstleister wohl zählen darf, zahlen nach belieben verdrehen kann muss man wohl vermuten dass das wohl eher die abhörfeindliche firmenpolitik auf den rechten kurs bringen soll - gewinnsteigerung durch abhörmaßnahmen, wer kann da noch nein sagen.

kann man also behaupten dass sich die regierung da gerade die loyalität der konzerne kauft? ich weiß es nicht. aber falls diese zahlungen wirklich grund genug sind um den abhörnazis den weg zu ebnen: liebe telekom, ich zahl mehr! meldet euch einfach mal wenns soweit ist, dann reden wir mal drüber was es kosten würde mich vor diesen staatsspinnern zu bewahren. sagen wir das, was der staat euch zahlt, mal zwei?


nein, das wäre selbstverständlich undenkbar und ich könnte es mir auch garnicht leisten. aber vielleicht hat es jemand gemerkt: das sind exakt die methoden mit denen hier gearbeitet wird! geld regiert - auch über moralische bedenken, gewissensbisse und firmenpolitik hinweg - und öffnet der gebenden hand tür und tor...

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