Mittwoch, 6. Februar 2008 | 16:18
pirate hunters
update:
achmist, da bin ich wiedermal so richtig auf dem laufenden - einige passagen weiter unten wurden gestrichen, da sich die rechtslage schneller geändert hat als ich dachte: nämlich schon zum 01.01.2008. fataler fehler meinerseits - ihr dürft jetzt quasi wirklich offiziell garnix mehr. danke für den hinweis - wer weiß wie lange ich sonst noch die alten gegebenheiten verbreitet hätte. geht garnicht.
trotzdem kann ich der armen, gebeutelten, betrogenen und bestohlenen musikindustrie nicht so wirklich mitleid entgegenbringen...
der mi fällt übrigens nach wie vor nichts sinnvolles ein um "ihr" ach-so-wertvolles "eigentum" in einer art und weise an den mann zu bringen die dem potentiellen kunden gefällt und ihn somit vom "illegalen downloaden" abhält. nichts neues also.
im dreischicht-system fahnden sie, die ermittler, und jeden tag finden sie neue verbrecher in dreistelliger höhe. der bericht rühmt die fahnder in einem ausmaß dass es weh tut. diese online-fahnder, das sind quasi die besten der allerbesten. das kann man jedenfalls aussagen wie dieser entnehmen:
Vor einem Jahr hatte BearShare 1,2 Millionen aktive Nutzer. Heute sind es noch 400 000. Und ich bin davon überzeugt, das ist unser Verdienst.
völlig ausgeschlossen dass bearshare mal als spyware-schleuder in verruf geraten ist, gänzlich unmöglich dass neue und effektivere verbreitungswege diese unseriöse und veraltete technik abgelöst haben - klar. aber was will man erwarten? diese "wir ermitteln gegen die bösen raubkopierer" - sache stinkt von vorne bis hinten zum himmel. nur logisch dass sich diese wahnsinnsknaben von privatschnüfflern dann auch entsprechend zu wort melden:
Im Kaufhaus klauen so wenige Leute, weil sie Angst haben, von einem Detektiv erwischt zu werden. Im Internet aber meinen die Meisten, sie wären unsichtbar.
...gestrichen, weil bullshit...
ein anderer absatz im bericht ist mir dann noch besonders aufgefallen:
Die Ermittler arbeiten Listen mit Interpreten ab, die bei den großen deutschen Plattenfirmen unter Vertrag sind, und suchen nach Tauschbörsennutzern, die Titel dieser Künstler anbieten. Ein paar Hundert Titel müssen es dabei schon sein, die genaue Grenze will aber niemand aus Lüngens Team verraten.
da ist sie also wieder, die gute alte gleichheit vor dem gesetz. und wie immer sind manche eben gleicher als andere. schön zu sehen wie jede auffassung von recht und ordnung hier so völlig belanglos mit den füßen getreten wird. aber das hat sicher irgendwelche noblen gründe, ganz gewiss steckt nicht die tatsache dahinter dass sich mit geschnappten großanbietern mehr geld verdienen lässt, da bin ich mir sicher...

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