Donnerstag, 27. März 2008 | 08:03

micro

soeben hab ich das mit abstand kleinste werkzeug, das wir in der firma je verwendet haben, begutachtet. dafür dass wir eigentlich (noch) nicht für mikro- oder präzisionsfertigung ausgestattet sind ist ein durchmesser von 0.05 mm doch ganz respektabel.

ganz recht, das fräswerkzeug misst gerade mal fünf hundertstel millimeter im durchmesser. irre. ohne entsprechende vergrößerung erkennt man da natürlich nichts mehr. verwendet haben wir das ding aber nicht.

es war... zu groß. ein kollege hat für uns selbst brauchbarere, stabilere werkzeuge angefertigt, durchmesser: 0.025 bis 0.04 mm. kleiner als drei hundertstel millimeter. fuck, sowas muss man erstmal schaffen! und das ding muss dann auch ne bestimmte geometrie haben, brauchbare schneidkanten etc... das kann man sich nichtmal vorstellen wenn man selbst damit zu tun hat.

bei derartigen größenverhältnissen wird es wohl kaum jemanden verwundern dass auch die fertigung der mikro-teile eher unscheinbar abläuft: die gewünschte form wird in schritten zu je einem tausendstel milimeter auf das werkstück übertragen. 0.001 mm.


bei solchen dingen stößt man recht schnell an die grenzen des machbaren. wie genau kann man mit den gegebenheiten wirklich arbeiten? wie sehr kann man sich auf die technik von heute verlassen? da könnt ich durchaus ausschweifender erzählen, interessiert aber wohl kaum jemanden, von daher spar ichs mir. ein gutes hatte dieses winz-gefusel allerdings: unser chef möchte in absehbarer zeit für genau solche zwecke eine neue maschine anschaffen. wird sicher spaßig und interessant, wenn ich mich dann jeden tag mit sonem kram rumschlagen darf :-)

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