Dienstag, 18. August 2009 | 22:30
suspicious
mal wieder was aus der raubmordkopierer-ecke:
ein mann lädt sich via P2P ein webdesign-programm herunter, bekommt aber stattdessen einen porno. und anschließend eine abmahnung vom anwalt, unterlassungsklage und so, man kennt ja die vorgehensweise.
interessant ist dabei folgendes: dieser mann ist softwareentwickler und hat sein filesharing-programm so modifiziert dass nur verbindungen zu solchen nutzern aufgebaut werden, die die gesuchten daten auch selbst zum download anbieten.
da stellt sich jetzt die frage: wenn die "software"(also der porno) mit dem programm dieses kerls nicht im gesamten P2P-netz, sondernd nur dort gefunden werden kann wo die datei auch tatsächlich herkommt - wie haben die ermittler dann seine IP rausbekommen? der verdacht dass die ermittler selbst die datei zum download angeboten haben ist in diesem fall nicht aus der luft gegriffen.
der rechteinhaber beschreibt die zur ermittlung eingesetzte software als:
speziell entwickelte Monitoringsoftware
ahja, na dann. eine erklärung des genauen ablaufs blieb bislang noch aus.
der ironische part: das verbreiten pornografischer inhalte unterliegt strengen auflagen, die hier natürlich nicht befolgt wurden - das allein stellt schon eine straftat dar. man könnte also mutmaßen dass die ermittler sich selbst ordentlich in die scheisse geritten haben ;-)
(quelle)

Trackback-URL für diesen Eintrag