10.09.2006 | 17:49
immortal - die rückkehr der götter
der film ist zwar auch schon wieder ein bisschen älter, mir war er trotzdem neu. und weil ich den nichtmal schlecht finde ein paar worte dazu.
selbst götter haben angst vor dem tod
new york, 2095. seit heute hat sich einiges getan auf dieser welt: wir haben diese tollen fliegenden autos wie wir sie zum beispiel aus "das fünfte element" kennen, wir haben moderne architektur, futuristsiche klamotten - und neben dem menschen noch eine vielzahl anderer erdenbewohner. künstliche intelligenz, künstliche organe sind weit verbreitet - und spalten die erdenbewohner in zwei lager: befürworter und gegner.
mitten in dieser welt wird jill aufgegriffen - eine seltsame junge frau mit bläulicher haut, die leider ein gewisses problem mit ihrem gedächtnis hat und deswegen eigentlich so gut wie gar nichts weiß, ausser dass sie nicht menschlich ist und für ihre umwelt von besonderer bedeutung zu sein scheint.
mitten in dieser welt findet auch das ränkespiel der machthabenden statt - intrigen und komplotte von allen seiten. irgendwie scheint hinter allem ein pharma-megakonzern die fäden zu ziehen, und irgendwie passt es diesem garnicht, dass der vor über 30 jahren tiefgefrorene anführer einer wiederstandsbewegung gegen den konzern verschwunden ist. nunja, immerhin teilweise verschwunden. ein bein ließ er zurück.
mitten in dieser welt versucht ein inspektor eine reihe misteriöser todesfälle aufzuklären und vermutet hinter den vorfällen einen serienmörder. die suche gestaltet sich nicht ganz einfach - immerhin scheinen die opfer einfach von innen heraus explodiert zu sein.
und nun zu den abnormalitäten: mitten in new york friert der central park zu und die erfrischenden 70°c unter null haben schon so manches todesopfer gefordert - weswegen das gelände kurzerhand zur verbotenen zone erklärt wird. dass zudem eine aus dem nichts aufgetauchte pyramide über der stadt schwebt trägt nicht gerade viel zur beruhigung bei.

man sieht, ein absurdes szenario. mittlerweile dürfte es dann auch niemanden mehr verwundern dass sich in der pyramide niemand geringeres als die altägyptischen gottheiten befinden. denn horus hat mächtig scheisse gebaut und deswegen nicht mehr lange zu leben. ihm wurden noch einige letzte tage auf erden zugesprochen und er hat auch schon eine sehr konkrete vorstellung davon wie er sie nutzen will - allerdings braucht er einen körper...
was recht interessant ist: die animation des films. denn bis auf einige wenige reelle schauspieler wurde alles computergeneriert - und hier unterscheiden sich die darstellungen sehr. teils sind die szenen grafische wunderwerke, teils sind sie so schlecht und billig dass man es kaum erträgt. dieses bewusste wirrwar sorgt für ein recht kunterbuntes und insgesamt ansehnliches filmwerk - bei dem, wie so oft, eigentlich auch nur die story zu bemängeln ist...
deine göttlichen ambitionen sind... scheisse!
denn diese dümpelt schon sehr oberflächlich vor sich hin - und das obwohl man ihre tragweite sehr gut erahnen kann! es gäbe so viele details und so viele hintergründe, die man erörtern könnte, es aber einfach nicht tut. dadurch fehlt es dem film sehr an tiefe und es läuft auf einen netten streifen raus, den man sich getrost mal anschaun kann ohne all zu viel drüber nachdenken zu müssen. nicht unbedingt das schlechteste, aber wie hier die ideen verschleudert wurden ist schon ein bitterer beigeschmack.
bleibt noch ein zuckerle: wie auch der bereits genannte futuristische film "das fünfte element" kann auch immortal mit einer recht bezaubernden hauptdarstellerin aufwarten: jil, gespielt von linda hardy, mag vielleicht nicht unbedingt die süßeste frau der filmgeschichte sein, aber hübsch finde ich sie allemal.


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