8.11.2005 | 07:13
frankreich brennt...
seit tagen halten die krawalle nun schon an, mittlerweile ist der erste tote zu beklagen. polizeibeamte werden zunehmend zum ziel der ausschreitungen. eine mutter im interview:
ich heiße die gewalt nicht gut, kann sie aber nachvollziehen.
was im kleinen begann hat sich mittlerweile über die nation ausgebreitet, sogar über die landesgrenzen hinaus haben sich manche vom rebellions-fieber anstecken lassen.
aber wie soll es denn nun weitergehen? wird man warten bis es keine autos mehr gibt die man anzünden könnte? auch wenn über ausgangssperren diskutiert wird, ich kann mir nicht vorstellen dass das wesentlich zur beruhigung der lage beitragen würde. man begegnet den tatsachen mit ratlosigkeit. mal wieder.
ohne aussicht auf arbeit, häufig auch ohne schulabschluss, ausgegrenzt in "armenviertel" kann man schon verstehen dass die jugendlichen dort nicht sehr gut auf ihr land und dessen regierung zu sprechen sind. und in situationen wie diesen sind auch versprechungen und gute vorsätze nicht das was die leute wollen - irgendwas muss geschehen, sehr schnell, und es muß wegweisend für die zukunft sein.
aber halt... bis auf die tatsache dass hierzulande (noch?) keine autos brennen ist das doch auch genau das was wir uns von der obrigkeit erwarten? kriesenherde wohin man sieht?
vereinzelt habe ich auch hierzulande den ruf nach revolte vernommen, ist eine ähnliche situation in good ol' germany denn vorstellbar?
darüber kann man sich den kopf zerbrechen - und wie man in allen möglichen news-mags mitverfolgen kann sind sehr viele schon wieder eifrig damit beschäftigt das zu tun. ich weiß nur eins: solange schulen, kindergärten, fabriken und die autos vor der eigenen tür derartigen aufständen zum opfer fallen läuft da gewaltig was schief.

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