26.10.2006 | 18:22

20 minuten

wenn ein film nach 20 minuten nicht überzeugt, dann wirds auch nix mehr...

ich mag filme. aus allen möglichen genres. die lustigen und die traurigen, die überlangen und die ganz kurzen, spielfilme, mangas und zeichentrick, niveaulos oder anspruchsvoll. naja, (anti)kriegsfilme mag ich nicht so sehr. aber grundsätzlich hat erstmal alles hat irgendwo seine berechtigung. ausser vielleicht "bollywood".

jeder film ist natürlich auch etwas ganz eigenes, oder besser: möchte es sein. dass man die lotr-trilogie nicht mit dem terminator vergleichen kann leuchtet wohl ein - soviel also zu den unterschieden. aber was sich in letzter zeit irgendwie wie ein rotes band durch die welt der bewegten bilder zieht ist eine grenze für meine meinungsbildung.

man neigt ja irgendwie dazu sich zu allem eine meinung zu bilden. das geschieht auch beim filmgucken ganz von selbst. ein weiteres weitläufig bekanntes menschliches verhalten ist die voreingenommenheit. glauben wir erstmal dass etwas "schlecht" ist, ist es um so schwieriger uns vom gegenteil zu überzeugen. das in verbindung mit filmen hat mich drauf gebracht mal drauf zu achten wann das etwa passiert, also schiele ich, sofern ich nicht vergesse, immer wieder mal zum zählwerk des abspielgeräts.

das ergebnis: 20 minuten.

natürlich, pauschal kann man soetwas nicht sagen. aber ich habe nunmal die angewohnheit einen film nach 20 minuten laufzeit erstmals zu bewerten. bis dahin erwarte ich als unvorbereiteter zuschauer über die handlung, die wichtigen orte und die ausschlaggebenden personen informiert worden zu sein. davon ausgenommen sind filme deren spannungshöhepunkt aus einigen wenigen überraschenden kehrtwendungen binnen weniger minuten besteht - ja sogar ein einziger schlüsselsatz kann helfen die bis dahin relativ unverständlichen geschehnisse zu erklären und einen "aha-effekt" herbeiführen. das und einige weitere variationen lassen eine beurteilung des films vor dem ende garnicht erst zu.

aber bei allen etwas linearer aufgebauten werken habe ich beobachten können dass eine derartige einschätzung sehr oft zutrifft. zufall? die sich-selbst-erfüllende prophezeiung? wer weiß...

hat vielleicht jemand ähnliche verhantensweisen bei sich festgestellt?

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