10.11.2005 | 16:42
ausgebrowst.
bisher hatte ichs ja eigentlich richtig gut am arbeitsplatz. immer nen pc mit schnellem webzugang zur hand kam nie langeweile auf.
während die maschinen fleißig ihre arbeit verrichteten war zwischendurch immer wieder genügend zeit zum surfen. praktisch, macht spaß, stürzt die firma dank flatrate auch nicht in unkosten - und webradio ist schon ne feine sache. natürlich durfte die arbeit nicht drunter leiden. und es sollte auch nicht all zu groß herumposaunt werden, und auch die vorgesetzten sollten nicht gerade danebenstehen und zusehen.
aber im großen und ganzen war das wirklich nice. war.
die fetten jahre sind vorbei. manch gewiefter kerl hielt es für eine schlaue idee das firmentelefon für die allseitsbekannten 0190-anrufe zu verwenden, stundenlang, der netzwerkadmin hatte in letzter zeit häufiger probleme mit viren, viel zu viele unvorsichtige user haben da schon blauäugig auf alles was .exe heißt geklickt. klar dass das irgendwann konsequenzen hat. und zwar jetzt. demnächst wird unternehmensweit das getan was im großteil des industriezweigs schon gang und gäbe ist: internetverbot für privatangelegenheiten, verstöße sind ein kündigungsgrund.
natürlich - nur fair, nur gerecht, sehr verständlich. aber für mich und die kollegen in der abteilung ist das n harter schlag. auf die dauer gewöhnt man sich sehr daran, und viele trostlose stunden in denen man nur darauf wartet wieder produktiv tätig werden zu können haben wir uns mit flashgames und allem möglichen kram im web vertrieben.
naja, um risiken zu vermeiden hab ich heut erstmal ne menge software deinstalliert, spuren verwischt, festplatten n bisschen aufgeräumt.
wenn wir noch wie früher regulär nachtschicht arbeiten würden müsst ich mir über kurz oder lang wohl ne psp kaufen. ansonsten hoff ich einfach drauf nen anderen guten zeitvertreib jenseits des webs zu finden.

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