22.03.2006 | 16:26
schade.
eigentlich wollte ich an dieser stelle einen art review schreiben und wiedermal n sehr gelungenes triphop-päärchen vorstellen: 'mescalito'. allerdings stöbere ich nun schon seit stunden durchs web und finde rein garnichts, nichts ausser shops wo man die cds kaufen kann. das label des acts hat sie nichtmehr gelistet, die letzten cds sind 2001 gepresst worden, keine hinweise auf den verbleib der beiden djs, nichts, rein garnichts. nichtmal bilder. schade. naja, es ist auch wirklich nicht gerade förderlich nach 'mescalito' zu suchen. 75% der suchergebnisse handeln dann nunmal von den meskalinhaltigen kakteen...
also zu etwas völlig anderem:
studie: rennspiele beeinträchtigen fahrverhalten nur wenig
welcher schlaumeier ist denn bitte auf diesen unsinn gekommen? hättet man das budget für diese aktion gleich direkt verbrannt wärs wenigstens warm gewesen. gerade weil diese 'studie' als referenz-spiel "burnout: revenge" nennt stellen sich mir da sämtliche haare zu berge. man könnte erwähnen dass in zeiten der arbeitsknappheit dadurch wenigstens vorübergehend ein paar menschen beschäftigt waren, aber man kanns ja auch wirklich übertreiben.
nochmal, zusammenfassend: 'burnout: revenge' baut auf purer agression auf. je zerstörungswütiger, desto besser. als erster durchs ziel zu kommen reicht nicht, man muss schaden verursachen, auf abenteuerlichen crash-strecken möglichst viel in schutt und asche legen, man rammt, schubbst, drängelt, vernichtet - und zwar prinzipiell mal alles was sich auf der straße bewegt. im normalen straßenverkehr rast man mit geschwindigkeiten jendseits der 200 sachen von einer haarnadelkurve zur nächsten, sprungschanzen verleiten dazu zwischen/auf/durch häuser zu fahren, für besonders wagemutige aktionen gibts pokale und top-wertungen. man sprengt sein eigenes auto um noch mehr schaden zu verursachen, man schleudert autos auf gegner.
also, mich würde wirklich interessieren welcher gewitzte akademiker auf die idee gekommen ist es könnte auch nur annähernd einen zusammenhang zwischen diesem spielprinzip und dem realen leben geben.
als sucht-zocker weiß ich natürlich sehr wohl dass derartige spiele "aufpushen" können. das ist nicht zu leugnen, genau darum gehts doch schließlich auch. aber besteht deswegen wirklich die gefahr dass ich im straßenverkehr plötzlich im zickzack durch den verkehr rase um den tanklaster weiter vorne zu rammen, weils dafür nunmal die meisten punkte gibt?
gut, andererseits wäre ich dann doch auch dafür eine weitere studie durchzuführen: sind gute strategie-spieler die besseren politiker?

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