11.02.2008 | 01:32
where am i?
die fragen ändern sich. eine lautet nicht länger "was war gestern?", sondernd vielmehr "war gestern...?".
es war irgendwann mal freitag abend, wir warteten. wir wussten nicht wann er kommt, nicht womit, nicht in welcher laune. wir wussten nicht was der abend und das darauffolgende wochenende bringen würde. ich sagte sowas wie: "fangen wir dochmal mit dem wein an.". die flasche war leer und es klingelte. etwa sechs stunden später lief "jason und die argonauten". ich weiß nichtmehr ob das 'goldene vlies' je gefunden wurde.
samstag. viel zu frühes aufstehen, doch er, der den letzten abend gerettet hatte, lud zum frühstück. brunchen zu mittag, zu "der zorn des kahn". etwa gegen fünf uhr abends bin ich halbwegs wach - zeit etwas dagegen zu tun. dann: regensburg. wir stellten fest dass "cloverfield" erst nach elf in den kinos lief. also: innenstadt. kalt. menschen. kein platz, auch nicht um acht uhr abends. man befindet sich immer zur falschen zeit in regensburg. immer. irgendwann dann cloverfield. nett, wirklich sehenswert, vor allem liefert er keine antworten. das ist besser als schlechte antworten, zurück auf die couch. wann bin ich heimgekommen? was ist dann passiert?
sonntag. wer nachtschicht hat fängt sonntags damit an, in der regel irgendwann zwischen halb zehn und halb elf. ich wache um 23:10 auf. die nachtschicht zu verschlafen - ein neuer rekord. und ich muss noch mein auto holen. weiche knie, leicht verschobene optik, für meinen geschmack ist die wirklichkeit heute einen tick zu realistisch. immerhin kaum arbeit, nichts was mich überfordern würde.
der mensch, ein schlechtes betriebssystem. von zeit zu zeit schadet es nicht den reset-knopf zu drücken und den speicher zu formatieren. ein frisches setup, das genausowenig oder genausogut mit dem alltag klar kommt wie das alte. nur die fragen ändern sich von zeit zu zeit: "war gestern...?"

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