15.02.2008 | 22:05

securi...what?

dem herrn schneier sein "crypto-gram" ist eben eingetroffen: es haben nach wie vor die leute das sagen, die am wenigsten ahnung haben. scheint ein naturgesetz zu sein, von wegen der stärkere setzt sich durch... mal willkürlich zwei links rausgepickt:


. holländische rfid-tickets gehackt
in holland will man ein neues system für öffentliche verkehrsmittel einführen und so die herkömmlichen fahrkarten ersetzen. gedacht war das so dass jeder passagier eine kleine chipkarte bekommt, die man mit geld aufladen kann. die wird dann beim ein- bzw. aussteigen aus den verkehrsmitteln gescannt und der jeweils fällige betrag direkt abgezogen. weiter heißt es:

passengers can also provide the transit authorities with their bank account number so that when the amount of money on the card dips below a certain threshold, it is automatically reloaded

ich halt das generell ja für ganz groß einem kleinen chip eine einzugsermächtigung für mein konto samt verbindungsdaten zu geben - ich persönlich hab da schon bei amazon gewissensbisse, aber naja. der lustige part: jede ausführung dieser karten wurde bereits vor der einführung gehackt. zum teil muss es wohl relativ einfach gewesen sein die verschlüsselten daten zu knacken, zum teil waren sie auch garnicht erst verschlüsselt (... wtf?!). na, vielleicht hat man da ja an der falschen stelle gespart - hat den holländischen steuerzahler ja "nur" ~2.000.000.000$ gekostet. nein, da sind keine nullen zuviel.


. mehr kontrollen an flughäfen!!!1!
seit neun-elf ist vor allem eins sicherer geworden: der flugverkehr. oder? ich persönlich flieg ja wirklich nie, aber allen anderen anti-terror-maßnahmen voran haben wir die flughafensicherheit ausgebaut, sowas wär vorher einfach undenkbar gewesen. keine flüssigkeiten im handgepäck - und wehe du kaust kaugummis. gefilzt wird jeder und alles, fehlt noch der obligatorische röntgenbefund vor dem check-in (hey, müsste man mal vorschlagen...!). und - was bringts? ne menge, echt.

ein 57jähriger ist rein aus versehen mit einer geladenen waffe durch die sicherheitsschleusen im flughafen von washington gelaufen. nicht irgendwo in zentralafrika, wo die das vielleicht nicht ganz so genau nehmen - nein, in washington. stellt sich die frage wie gefährlich flüssigkeiten im handgepäck wirklich sind, wenn sowas passiert. der mann hat das natürlich bemerkt und hat das auch direkt den sicherheitsleuten mitgeteilt - die haben ihn dann erstmal weggesperrt. was muss das muss. und im artikel heißt es auch:

on average, screeners find two guns a day

zwei knarren am tag, durchschnittlich. meine fresse - amis. "oh, der revolver - den hab ich glatt vergessen. nehmense mir den doch mal bitte ab...". der freie zugang zu waffen vermittelt schon ein unglaubliches gefühl von sicherheit, ja...

btw, hat die merkel sich nicht kürzlich dafür ausgesprochen die sicherheitskontrollen von europäischen flughäfen an amerikanische standards anzugleichen? hm, hätt ja auch sinn...

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