14.08.2005 | 05:03

sin city

das ist er also. der film. der film.

auf die tatsache dass dieser film, ebenso wie "herbie", von sehr vielen kinos boykottiert wird, will ich garnicht näher eingehen.

aber... diesen film muß man einfach weiterempfehlen. schon die namen der menschen vor- und hinter den kulissen sollten für aufmerksamkeit sorgen. regie: frank miller (autor der gleichnamigen comic-serie), robert rodriguez, quentin tarantino (special guest). schauspieler: jessica alba, elijah wood, bruce willis, benicio del toro, mickey rourke, michael madsen etc. - aber gut, namen allein sagen nicht immer viel aus. darum also ein paar kleinigkeiten zum film.

in insgesamt vier indirekt miteinander verbundenen episoden wird sie erzählt - die story von sin city. eine stadt in der gewalt und alle damit verbundenen assotiationen an erster stelle stehen. korruption, mord und totschlag, intrigen und lügen, pädophile und kannibalen, auftragskiller, gemetzel und zerstückelung, folter - ach, man könnte die liste noch endlos fortsetzen. gewürzt mit nicht zu wenig humor ergibt das einen coctail der extraklasse, der den zuschauer betört, fesselt, einnimmt und umhaut. großartig, ja fast schon die wichtigste essenz, ist die art und weise wie der film entstanden ist und gezeigt wird. völlig ohne kulissen, rein mittels computeranimationen wurde der streifen auf die leinwand gebracht - in modern aufgemotztem schwarz-weiß, mit einigen farbkräftigen gegenständen (sei es ein kleid oder eine augenfarbe...). eine gute und sehr überzeugende idee.

aber genug der lobhudelei, etwas kritik muss schon sein. so spielt bruce willis beispielsweise eine hauptfigur in einer der besagten episoden - und diese story kann einem vergleich mit den übrigen geschichten eigentlich nicht standhalten. zwar unterhaltsam und nicht wirklich schlecht, aber eben doch irgendwie störend. viel schlimmer sind jedoch plötzlich auftauchende wurfsterne, die unbedingt die hakenkreuz-form haben mussten. ebenso unerklärlich und beinahe schon lächerlich wie das hakenkreuz-tattoo auf der stirn eines schurken. so völlig ohne sinn und zusammenhang sorgen diese kleinigkeiten für ein stirnrunzeln und führen zur frage "was soll dass denn jetzt?". aber es kann eben nicht alles perfekt sein, das wäre ja auch etwas zuviel verlangt.

alles in allem ein pflichtfilm, der auch sicher seinen platz im dvd-regal finden wird. mehr infos bei ofdb.

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