13.05.2008 | 17:38
fsk 16
die "freiwillige selbstkontrolle der filmwirtschaft" prüft in der bundesrepublik filme und medienträger jeglichen formats und legt dann eine altersbeschränkung für die inhalte fest. man kennt das ja, die verschiedenfarbigen hinweise wie zb. "freigegeben ab 12 jahren", oder auch "keine jugendfreigabe".
im großen und ganzen funktioniert und passt die abgegebene bewertung - aber in einzelfällen möchte man glauben die altersfreigabe wird gewürfelt. zwei beispiele.
eastern promises - tödliche versprechen
die russische mafia ist auch in new york aktiv. dort schlitzt sie nicht nur rivalen die kehle durch sondernd vergewaltigt auch minderjährige mädchen, die wie sklaven behandelt und unter drogen gesetzt werden. soviel zum vergnügen, denn der film erzählt die mitreißende geschichte eines dieser vergewaltigten kinder. eindrucksvolle charaktere, stimmige atmosphäre - und viel gewalt. das rasiermesser schneidet durch haut und kehlkopf während die kamera das geschehen in voller länge und großaufnahme zeigt. leichen werden verstümmelt und widersacher ausgeschaltet, was jedesmal auf brutalste art und weise und in voller länge geschieht. ein messer ins auge, schnittwundenübersähte, blutüberströmte körper, klaffende wunden. und als zuckerle obendrauf: die notgeburt eines babys.
einschätzung der fsk: freigegeben ab 16 jahren. quasi jugendgerecht.
postal
uwe bolls verfilmung des gleichnamigen computerspiels. obwohl sich dieser film nichtmal die mühe gibt ernst zu wirken und eher als skurile, abgedrehte "komödie" daherkommt fehlt es ihm nicht an gewaltszenen. das erste opfer ist eine alte, asiatische autofahrerin. ein schuss mit einer schrotflinte aus nächster nähe beendet ihren auftritt und hirn, oder das was davon übrig bleibt, verteilt sich an den scheiben ihres wagens. der täter: ein cop. ein wirrer prediger am straßenrand scheint die pläne von terroristen zu stören, doch hier kann ein selbstmordattentäter und viel c4 abhilfe schaffen. in einem freizeitpark kommt es auch zur schießerei und nicht nur behinderte menschen, sondernd auch die vielen kinder und besucher des parks werden vom kugelhagel ins jenseits befördert. reporter türmen die kinderleichen auf einen großen haufen, um die nachrichtenbilder drastischer wirken zu lassen. und das ist längst noch nicht alles.
auch hierzu meint die fsk: freigegeben ab 16 jahren.
mir kann das eigentlich relativ egal sein. ich finde beide filme sind große klasse, man muss das eben mögen. aber so generell kann ich nicht im geringsten verstehen was bei diesen bewertungen schiefgelaufen ist. bleibt mir also nichts anderes übrig als bei jeder fsk-16 eingestuften metzelei mit abgtrennten gliedmaßen auf die fsk anzustoßen - ihr macht das suppah, jungs!

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