Samstag, 30. Juli 2011 | 13:04

tv history

ich bin grad nur ein bisschen tv-sentimental, auch wenn dieses medium eigentlich nicht weiter erwähnenswert ist. gestern abend kamen zwei "best of" in der glotze, einmal das von ottis schlachthof - und danach das von herzblatt. und plötzlich sind sie alle wieder da: das familienduell, das glücksrad, herzblatt, hopp oder top, welches schweinderl hättens denn gern - und natürlich der zonk in tor drei.

tv-realität heute: asoziale menschen, quizshows, dummdreiste anrufgenerierende zuschauerfragen und kochen, kochen, kochen.


Das Fernsehen ist eine Einrichtung, die uns Filme, derentwegen wir nicht ins Kino gegangen sind, ins Haus bringt.

Robert Lembdke, Moderator von "Was bin ich?"

Montag, 11. Juli 2011 | 20:41

women

frauenfußball. fußball ist irgendwie immernoch ein buch mit sieben siegeln für mich - und frauen versteh ich auch nicht. sollte ich mich also wirklich äussern?

na jedenfalls: frauenfußball. ich hab die WM jetzt nicht wirklich aktiv mitverfolgt, aber so ganz kommt man schließlich auch nicht drumherum. vor allem was die bescheidene berichterstattung und den geradezu perversen gesellschaftlichen bruch mit der frauenwelt betrifft.

gut, als journalist konnte man den unzählbaren fettnäpfchen wohl kaum ausweichen. gleich ob männlein oder weiblein, es gab irgendwie kaum berichte die nicht irgendwie seltsam waren. erwähnt man das vermeintlich schwache geschlecht zu oft muss man sich der kritik stellen man bevormunde die frauen, womöglich noch weil man glaubte sie bräuchten das. geht man allerdings nur knapp und sachlich auf das event ein hat man die frauen am leder schon beinahe ausgegrenzt und dem ereignis nicht die notwendige beachtung geschenkt. ne, journalist ist da wirklich kein schöner job.


aber was mich wirklich an dieser frauen-fußballweltmeisterschaft nervt möchte ich in drei beispielen wiedergeben.

erstens: nach dem 0:1 gegen japan und dem ausscheiden des deutschen teams vernahm man im TV:

ist der hype um den frauenfußball damit zu ende?

frage: hat jemals irgendjemand etwas derartiges im bezug auf den männerfußball geäussert? natürlich nicht. es ist ja auch das normalste der welt jahrein jahraus, woche für woche, spieltag für spieltag die gänzlich uninteressanten mannschaftsbegegnungen der herren im sport-teil der nachrichten breitzutreten. kreisklasse bis nationalteam, irgendjemand hält immer seine fresse an irgendein mikrofon und gibt unsinn von sich. aber männer dürfen das. weil halt. aber die frauen... bei den frauen ist das alles ganz anders. da muss man sich jetzt schon fragen ob dieser hype dann auch mal wieder zu ende ist. welch hohn.


zweitens: es ist die weltmeisterschaft im frauenfußball. die mädels ham auch prächtig die werbetrommel gerührt, natürlich nur stümperhaft im vergleich zu ihren männlichen pendanten. und dann gibts da diese firma namens FERRERO die ihren produkten jetzt aktuell wieder fußball-abziehbildchen beilegt. und wenn man da jetzt mal kurz drüber nachdenkt... die aktuelle WM... die aufkleber... da ist es doch nur logisch dass ich jetzt gerade einen herrn "Ruud van Nistelrooy" in der hand halte. der spielt übrigens beim FC Malaga. naheliegend, nicht?


und zuletzt drittens: in einer der reportagen über den frauenkader wurde am wochenende auch erwähnt dass sich die mädels mit ihren werbeverträgen natürlich auch ein paar euronen nebenher dazuverdienen. bei einem verdienst von etwa viertausend euro brutto im monat (!) ist das dann wohl auch nur verständlich. viertausend brutto im monat. ich... bin fassungslos. und sauer. viertausend. natürlich gibts auch ausnahmen, aber die mehrheit verdient viertausend. in etwa. im monat. kurz gerechnet heißt das also: das, was ein herr schweinsteiger im monat bekommt, reicht völlig aus um eine komplette frauennationalmannschaft inklusive trainer und co. ein ganzes jahr lang zu finanzieren.

 

"gleichberechtigung" wird wohl demnächst aus wikipedia gelöscht - mangels relevanz...

Dienstag, 28. Juni 2011 | 21:06

analog

vor kurzem haben meine bessere hälfte und ich beschlossen mal alle erwähnenswerten "sachen die man mal machen kann" festzuhalten. auf der liste stehen so dinge wie caffees, restaurants, bars, freizeitparks, skate-strecken, badeseen und derlei zeugs.

mein erster gedanke dazu war: ich bau da ne web-app dafür. SQlite wollt ich eh mal ausprobieren und ich hab eh schon länger nix größeres mehr gemacht und überhaupt fand ich die idee auf anhieb richtig toll. endlich wieder was sinnvolles basteln.


mittlerweile haben wir eine art "app", die unsere ausflugsziele listet: ein buch.
ein ganz normales, liniertes buch. mit eingeklebten registern. und nem kugelschreiber dazu. nicht alphabetisch, aber mit system. ganz oldschool, ganz analog, quasi. und ich find das jetzt im nachhinein so unglaublich viel geiler als die ursprünglich geplante weboberfläche.

 

generell is das ne idee die man ruhig mal weitersagen kann - in unsrem buch stehn aktuell schon n paar seiten voll mit einträgen - und unsere gemeinsame freizeitgestaltung sorgt schon dafür dass da nach und nach noch einige einträge dazukommen werden :-)

Samstag, 2. Oktober 2010 | 15:19

hey, c'mon

monstrous discrepancies - oder anders gesagt: alles halb so schlimm..?

Donnerstag, 26. August 2010 | 17:10

science!

On Being Sane in Insane Places
nettes fundstück: das Rosenhan-Experiment. David Rosenhan hat zwischen 1968 und 1972 ein paar kerngesunde menschen in psychatrien einweisen lassen - um herauszufinden inwiefern sie als gesund erkannt würden. und tatsächlich: nicht ein einziger bekam dieses zeugnis ausgestellt. nach mehreren tagen/wochen wurden die testpersonen zwar entlassen, allerdings nur unter dem vermerk "symptomfrei". die tatsächlich kranken insassen durchschauten das ganze recht schnell, nicht so die zuständigen ärzte.

aber Rosenhan ging noch weiter: teil zwei seines experiments bestand aus der ankündigung er würde in den nächsten drei monaten wieder testpersonen schicken. von den in diesem zeitraum eingewiesenen 193 personen wurden 41 als solche entlarvt, weitere 42 wurden verdächtigt. dumm nur, dass Rosenhan in diesem zeitraum nicht einen einzigen menschen geschickt hat...

 

Elefanten auf LSD
dieses buch kann ich allen empfehlen die bei richtig abgefahrenen experimenten neugierig werden. dass dickhäutern drogen verabreicht wurden ist nur ein klitzekleiner einblick in diese völlig absurde welt der wissenschaft. wer schon immer mal wissen wollte was passiert wenn man hunden einen zweiten kopf annäht, wieviel der mensch eigentlich pupst und ob ein kopf ohne körper auch überleben kann, der sollte da mal seine nase reinstecken.