artikel mit tag: das ende

20.02.2007 | 05:27

r.i.p. - h.s.t.

im gedenken an einen der letzten echten helden.


hunter stockton thompson
(* 18. juli 1937 - † 20. februar 2005)

25.01.2007 | 13:13

kulturauthenzität

bei dem hier hab ich das hier gefunden. die wahrheit ist eben manchmal bedrückend...

18.01.2007 | 20:36

ede

stoiber tritt zurück!

unfassbar aber wahr - edmund stoiber hat nach langen diskussionen nun seinen rücktritt bekanntgegeben.

und fast möchte man schon "bravo" rufen, fast - doch so leicht ist das ganze nicht. natürlich, als aufgeschlossener junger mensch mit toleranten wertvorstellungen tendiere ich dazu sie zu hassen, die csu, mitsamt ihrer alteingesessenen, verquerten weltanschauung. doch dann muss ich wieder an freunde denken, die die csu eigentlich garnichtmal so schlecht finden. und ihrer argumentation kann man sogar folgen - denn genaugenommen ist das, was bayerns scheinbar einzige partei hier in diesem bundesland macht, nichtmal so schlecht. denn in vielen, sehr vielen punkten bildet bayern nunmal die spitze der bundesländer in der brd. irgendwie scheint die sture csu-methode tatsächlich zu funktionieren.

leider. denn sympathischer wird sie mir dadurch nicht, die partei. und auch edmund nicht. war es nicht er, der erst letztens wieder ein radikales verbot aller gewalt-beinhaltenden spiele forderte? sind es nicht immer derartige radikal-konservative dinge, die man aus dieser ecke vernimmt?

parteigeplänkel hin oder her, in erster linie war stoiber ein politiker. das bedeutet in meinen augen: überflüssig. er hat nicht anders als seine kollegen zahlreiche menschen belogen und enttäuscht, sinnlose forderungen gestellt, steuergelder verschwendet, et cetera. insofern: bravo! einer weniger!

bleibt noch eine frage: wer wird der nachfolger? egal wer diesen posten übernimmt - ändern oder gar bessern wird sich nichts - oder ist tatsächlich noch jemand naiv genug um etwas anderes zu behaupten?

 

update, nach 5 minuten tagesschau:

hätte sich ede nicht einen anderen tag, ein anderes wetter für seine bekanntgabe aussuchen können? noch ein dämliches wortspiel über "diese stürmischen zeiten" und ich geh kotzen.

die moderatorin grinst penetrant in die kamera. von krise, unwetter oder sonstigen schreckensmeldungen keine spur. sie strahlt über das ganze gesicht und verkündet dass "bayerns beliebtester politiker", gemeint ist günther beckstein, gute chancen hat der nachfolger zu werden. die beiden anderen mitbewerber handelt sie kurz in einem nebensatz ab. dann die liveschaltung zum lieblingspolitiker, beckstein steht steif wie immer vor der kamera. er will es fachmännisch und parteibezogen angehen, redet von vielen fragen, die zu klären seien, während die moderatorin ihn schon als sieger feiert und ihm laufend ins wort fällt ob er sich denn nicht wenigstens ein bisschen freue.

irgendwann wird es beckstein zu blöd und er freut sich - woraufhin die moderatorin natürlich keine ruhe gibt, sondernd ihn wegen seines hohen alters kritisiert. da kann man herrn beckstein fast schon verzeihen dass er völlig unvorbereitet irgendetwas vor sich hin stammelt um dann, mit wiedergewonnener fassung, auf etwas völlig anderes zu antworten. die moderatorin grinst glücklich. auch noch nach einem einspieler, der von fünf schrecklichen bombenanschlägen im nahen osten berichtet.

21.12.2006 | 10:07

pop kills

Monrose sangen an Alenas (2) Sterbebett
Vier Tage später war sie tot

bild

... ich wusste schon immer dass man manche interpreten nicht auf die leichte schulter nehmen sollte ;-)

2.11.2006 | 15:57

in memorial to a good guy - r.i.p.

menschen sterben. liegt in ihrer natur. das muss quasi so, aber trotzdem ist es befremdlich. so richtig kommt man nicht damit klar. man gewöhnt sich allenfalls etwas daran und denkt nicht weiter darüber nach wenn menschen sich ihrem lebensabend nähern und schließlich von uns gehen. wer im alter stirbt, woran auch immer, geht schließlich auch nur irgendwie den vorgesehenen weg und selbst die angehörigen und hinterbliebenen werden das früher oder später verstehen.

etwas anders verhält es sich wenn junge menschen sterben - einfach so. wer hört dass ein 22jähriger mann verstorben ist, der denkt zunächst vielleicht an die zwei häufigsten ursachen: unfall oder überdosis. vielleicht auch eine kombination von beidem.


aber es kann auch anders kommen. ganz anders.


stefan f. war mit sicherheit irgendwo ein freak. "nur ein weiterer freak im freak-königreich". so hab ich ihn jedenfalls kennengelernt. lebensfroh, risikobereit, abenteuerlustig - und punk durch und durch. so richtig nahe stand ich dem gelernten maurer damals eigentlich nicht, aber was neben seiner ausgefallenheit und eigenart auch wirklich jeder gewusst, gespürt haben muss: er hatte das herz am rechten fleck. und darauf kommt es schließlich an.

die letzten jahre habe ich ihn kaum gesehen. hier und da beim weggehen, in verschiedenen kneipen. oder bei geburtstagsfeten von gemeinsamen freunden. auf einer solchen bin ich zum letzten mal lange mit ihm ins gespräch gekommen. ruhiger ist er geworden, ernsthafter und vernünftiger - wenn man so will. damals hatte er eine freundin, ein sehr nettes mädchen, welches sicher nicht ganz unschuldig daran war. er war glücklich, durch und durch. sie hatten gemeinsame pläne.

das liegt mittlerweile auch schon wieder monate zurück. stefan verstarb vergangenes wochenende in der nacht von freitag auf samstag. ich weiß nichtmal genau wie alt er wirklich war, vermutlich war er um die 22 jahre alt.

in einem ereignislosen kaff verbreiten sich solche nachrichten schnell und die passenden gerüchte kursieren überall: mal heißt es er habe sich erschossen, mal soll er sich mit tabletten das leben genommen haben. die wahrheit, oder besser das, was mir als solche zugetragen wurde, ist jedoch viel banaler, viel simpler und auch viel trauriger.


stefan hatte die chance auf einen arbeitsplatz bei bmw. weg von der baustelle, weg von der saisonabhängigen arbeitslosigkeit, hin zu geregelten arbeitszeiten in einem weltkonzern. mit der neuanstellung einher ging natürlich eine probezeit - in welcher er erkrankte. lungenentzündung, bronchitis, ich bin kein mediziner, aber etwas derartig gravierendes muss es wohl gewesen sein. um seinen job in der probezeit nicht zu gefährden hatte er darauf verzichtet sich krankschreiben zu lassen. ich habe gehört dass er eine ganze woche unter schwersten krankheitssymptomen weitergearbeitet haben soll. von freitag auf samstag ist er dann verstorben, an den folgen seiner verschleppten krankheit.

ich denke diese ereignisse sprechen sehr gut für sich selbst und wir alle, die wir "die gesellschaft" bilden, können uns gegenseitig auf die schulter klopfen. this is how we do it, soweit sind wir also gekommen. soviel also zur oft gepredigten äusserung "man muss froh um seinen arbeitsplatz sein".


ob stefan jetzt froh ist?