artikel mit tag: natur

12.07.2008 | 17:43

atom? ja, danke!

das "zielpublikum weblog" lässt mächtig dampf über atomenergie ab - und bleibt dabei zwar wie gewohnt viel zu vernünftig, aber diesmal auch merkwürdig weltfremd. schade dass der verlinkte artikel nicht unter "satire" läuft. dann könnte ich ihn gutfinden. muss ich jetzt noch explizit erwähnen dass ich atom-befürworter bin?

irgendwann war das mal anders. da dachte ich auch noch dass die beste quelle für energie erneuerbare ressourcen wären. dass man strahlende oder verbrennende energiegewinnung nur als "dumm" bezeichnen kann. und dass die grünen das irgendwann, irgendwie schon richten würden. ziemlich naiv.

sagen wirs mal so: wenn wir brauchbare alternativen hätten - dann wär ich auch für den atom-abbau. aber die gibt es nicht. nein, sonnenkollektoren und windkrafträder würden derzeit nicht ausreichen um die BRD mit dem nötigen strom zu versorgen, nichtmal annähernd. und da es viel wichtiger ist ins militär zu investieren, als in umweltfreundliche alternativen, bleibt das auch erstmal so.

die aktuellen diskussionen über den ausstieg aus dem atomprogramm führen doch auch nur von einer "wir müssen sofort die welt retten"-mentalität her, die etliche zahrzehnte zu spät erwacht ist, dafür jetzt aber um so übertriebener voreilige und unausgereifte ideen umsetzt, auf biegen und brechen. aber geht es dabei um die rettung der welt - oder um die gunst der bürger, die alles was "öko" ist mittlerweile als das einzig richtige betrachten, ungeachtet der tatsache dass davon viel nur fassade und schönfärberei ist?

zum gegenwärtigen zeitpunkt und auch für das kommende jahrzehnt kann man sich doch gut vorstellen wo ein abbau der inländischen atomenergie hinführen würde: in eine abhängigkeit durch energie-importe von europaweiten erzeugern, allen voran frankreich, die warten nur darauf und haben entsprechende verträge sicher schon griffbereit in der schublade. und, das muss uns auch klar sein: import-strom ist zum großteil atom-strom.

davon abgesehen: mir persönlich wären reaktoren in der BRD noch tausendmal lieber als andernorts, da ich hier erwarten kann dass die sache sauber läuft. denn das ist auch eigentlich schon der einzige mangel, der dann auch zu sicherheitsproblemen führen kann: nachlässigkeit. ein reaktor der den standards der gegenwart entspricht und auch mit dem nötigen interesse betrieben wird kann durchaus als sicher gelten. dass zwischenfälle, auch in der jüngsten vergangenheit, aufgebauscht und fehlinterpretiert in den medien weltweit die runde machen und für panik sorgen hat nichts mit tatsächlicher sicherheit oder reellen bedrohungen zu tun.

und dann wäre da noch die eingebildete problematik der endlagerung. ich kann da keine sehen. man könnte die aussenwelt problemlos vor den inhalten dieser lager abschirmen, aber auch hier hat mangelnder weitblick einzug gehalten: wir gehen mit den materialien nur zu sorglos um. ein vom gabelsptapler zerschlitztes behältnis interessiert dort ebensowenig wie andere nichtbeachtete sicherheitsstandards. für menschliches fehlverhalten kann allerdings auch der größte müllberg nichts. und ich finde es ziemlich interessant dass wir uns so gut auf die belastung von atommüll-lagern versteifen können, während wir mit gefahrenstoffen, abfällen, krankheitserregern und umweltzerstörern nur so "zugeschissen" werden.

 

natürlich wäre es wünschenswert wenn wir auf eine andere art der energieerzeugung zurückgreifen könnten, eine für mensch und umwelt verträgliche und trotzdem effiziente. ebenso wünschenswert wäre allerdings dass die industrie keine seen und flüsse vergiftet, dass die nahrungsmittelhersteller ihre zielgruppe nicht langfristig umbringt und dass das auto nie erfunden worden wäre. aber: das ist wunschdenken!

und wunschdenken bringt uns keinen schritt weiter, zurück zur realität: wir haben ein klein wenig auswahl, wir haben eine handvoll ideen wie wir unseren energiebedarf decken können. und zum gegenwärtigen zeitpunkt erscheint mir die kernenergie noch am sinnvollsten von allen. vorausgesetzt man spart nicht an den falschen stellen.

spätestens wenn die grüne welle oberhand gewonnen und das letzte stückchen strahlendes material dieses land verlassen hat würde mich interessieren wie all die ganzen öko-befürworter reagieren würden wenn sie auf ihre nachmittägliche tv-berieselung verzichten müssten - weil entweder die energie dafür fehlt oder unbezahlbar geworden ist. und mich würde interessieren wieviele neue reaktoren dann in unseren nachbarländern gebaut werden.

28.05.2008 | 17:41

nordpol tanken

radiohören ist krieg. ich steh diese woche ausnahmsweise wieder unter dauerbeschallung, bei den kollegen im büro.

thema: ölgewinnung am nordpol. man munkelt dort gäbe es noch die ein oder andere reserve der man sich dann auch irgendwie bemächtigen will. die sprecherin, sinngemäß: man müsse zur förderung aber erstmal die polkappen wegschmelzen, sonst kommt man da ja nicht ran. und ob das dann so toll für die umwelt ist... also... vermutlich würde sich das negativ auswirken.

ihr gegenüber, sinngemäß: das würde sich vermutlich stärker auf die umwelt auswirken als man zunächst vermutet. denn wenn dieses lästige, vereiste nordpolarmeer erstmal weggeschmolzen wurde kann man sicher auch mit einem erhöhten verkehrsaufkommen rechnen, die frachtschiffahrt würde die so entstehenden kürzeren transportwege sicher gerne nutzen. und dabei sind das ja auch solche umweltverschmutzer, diese containerschiffe.


"ins hirn geschissen" triffts nicht so recht, ist irgendwie zu verharmlosend. immerhin, die anschließende meldung vom un-umweltgipfel und die erwähnung der großen gefahr durch abtauendes polareis hat ein anderer verlesen. man kann einer einzelnen person nicht so viel nonsense zumuten, vor allem nicht derart kontroversen bullshit. es würde den leuten sonst womöglich noch auffallen, was sie da verzapfen.

6.07.2007 | 16:18

ecology

warum brauchen wir jetzt eigentlich umweltschutz? hat doch die letzten jahrzehnte - trotz besseren wissens - auch keine sau interessiert...

gott sei dank guck ich nicht viel fern, sonst hätte ich mutter theresa bono vermutlich längst irgendwo hilfswütig vor ner kamera posieren sehen, während er erneut androht die welt zu retten. egal welche news, umfragen, statistiken, meinungen oder talkshows ich am rand mitbekomme - es geht nur und ausschließlich um unser aller wohl, um unsere umwelt. wieviele der verrunzelten gestalten, die jetzt großmütig ihre besten absichten vortragen, gestern aber noch gegen präventive maßnahmen waren, dass will ich garnicht erst wissen.

ich hab vor kurzem nen interessanten werbespot gesehen. ich weiß weder marke noch wortlaut, aber sinngemäß: "wenn sie unser auto kaufen schützen sie die umwelt!". großes kino. und wir alle fiebern mit. sicher, das hat schon was für sich - wurde ja langsam auch mal zeit. aber wie in allen angelegenheiten zeigen sich "die machthabenden" (tm) mal wieder von ihrer besten seite und während die herde der bundestag brav abnickt und weiter worthülsen verballert produziert und fähr man übersee noch immer fahrzeuge mit verbrauchs- und abgaswerten jenseits von gut und böse, um nur mal ein beispiel von millionen zu nennen.

von ausgelutschten slogans kann man nie genug bekomen, deswegen hier mein vorschlag für die schlagzeilen der kritischdenker:

umweltschutz is the new vogelgrippe

7.07.2006 | 08:10

plant aid

manche leute haben ja grüne daumen, sagt man. ich gehör da nicht dazu. aber pflanzen in der wohnung sind was tolles - und irgendwie unerlässlich für die wohlfühl-atmoshäre.

gut die hälfte aller angesammelten zimmerpflanzen in allen größen musste ich bereits weggeben. ich kenn mich mit dem grünzeug nicht aus, woher soll ich denn wissen was in die sonne darf, und was nicht? südseite, große doppelbalkontür - recht viel schatten gibts da nunmal nicht. und gießen, das is auch so ne sache, das schwankt zwischen ersäufen und völlig vergessen...

da ists gut wenn die verwandtschaft ein händchen für sowas hat und einige meiner zimmerpflänzchen wieder aufpeppeln kann. und mittlerweile besitze ich auch eigentlich nurnoch robuste exemplare, die mit meiner vernachlässigung leben können.

wer sichs leisten kann und ähnliche probleme hat, der wird ja vielleicht das hier recht interessant finden. die eigentlich recht brauchbare, witzige idee schreckt mich nur ab, weil es seltsam sein muss zuhause ein kleinkrankenhaus vorzufinden...

6.05.2006 | 02:37

das erste mal...

... in diesem jahr unterm sternenhimmel, am lagerfeuer gesessen. mit bratwürstchen und steaks.

what a wonderful world - wenigstens hin und wieder mal.