plastickblog

famous last words

show's over - fuck off!

wall and piece [banksy]

drei...zwei...eins...meins!

banksy. held, gott, teufel, dämon, anfang und ende? irgendwie von jedem etwas. banksy. je mehr ich von ihm sehe, desto bereitwilliger möchte ich mich vor ihm auf den boden werfen, ihm danken, ihn lobpreisen und ihm blind folgen.

obey!

der mann hat nicht nur die grandiosesten einfälle ever, was streetart betrifft - er hat sogar bücher darüber geschrieben. als "robin banksy". drei stück an der zahl, und anfang dieses jahres wurden alle drei nochmal in einem gesamtwerk zusammengefasst: "wall and piece"

kostet ~30 euronen. eben gekauft. oh, what a wonderful day.



update:


bei amazon.de hab ich eine wirklich treffende rezension zum buch gefunden, vielen dank an m. blum aus köln:

Im Bereich der Musik haben die Briten längst Ihren Ruf inne. Ob Beatles, Rolling Stones, Pink Floyd, David Bowie, Elton John, Robbie Williams (um nur einige zu nennen) - Die Briten sind echte Trendsetter. Seit einigen Jahren - leider in Deutschland bisher nur wenigen bekannt - "geistert" ein unglaublich kreativer Graffitikünstler durch die Lande und Auslande. Er nennt sich "Banksy" und hat meiner Ansicht nach in Sachen Graffiti das Zeug zu internationalem Kultstatus.

Sein Schaffen kann sich jedermann anschauen, ist für alle gedacht und kostet nichts (außer verständlich in komprimierter Buchform). Seine Bilder sind intelligent, frisch, frech, politisch, direkt, ernst, ironisch, zeitgemäß - notwendig. Banksy macht in erster Linie Spaß.

Aber: Ob es seine Intention ist oder nicht. Seine Graffitis vermitteln eine Botschaft, die zumindest bei den jungen Menschen überwiegend als positiv und "cool" wahrgenommen wird. Genau die Gruppe in unserer Gesellschaft, die doch angeblich nur so schwer für etwas "sinnvolles" zu interessieren oder zu begeistern ist. Vielleicht ist es eben genau die Verbindung aus "cool" und Intelligent, die es ausmacht wahrgenommen zu werden.

M. Blum, Köln

why???

sie habens getan. ich fass es nicht.

"nick", der tv-sender, sollte bekannt sein. unter diesem namen wurde das früher als "nickelodeon" bekannte kinderprogramm wiederbelebt und auf dem sendeplatz von mtv2 (bzw. mtvplus) ausgestrahlt.

eigentlich liebe ich nick. von früh bis spät kommen dort nur absolut verstrahlte zeichentricksendungen: ren&stimpy, rocko, die biberbrüder und natürlich spongebob.

doch mittlerweile ist wohl auch nick auf den triumphzug der immer dümmlicheren fernsehformate aufgesprungen und ab 23:00 scheint das übliche motto des senders wie weggeblasen: adult audience only, bitte nurnoch ab 18 zusehen. denn dann läuft die "nick quiznight", wie das dann aussieht kann man sich wohl vorstellen.

so kanns gehen. und fast schon dachte ich die fernsehlandschaft würde sich etwas bessern, wo sogar die klingeltöne langsam aber merklich abnehmen und, ganz aktuell, diverse browsergames in den werbepausen auf leutefang gehen. mit denen kann ich zwar auch nichts anfangen, aber immerhin empfinde ich das nicht als belästigung.

à propos belästigung: heute wurde ich mal wieder telefonisch geweckt. unerwünscht, versteht sich. irgendjemand wollte telefonnummern von mitbewohnern des hauses. unfassbar, eigentlich. wär ich nicht aus dem bett geklingelt worden hätte ich vielleicht auch drauf verzichtet den herrn am anderen ende der leitung anzubrüllen. wie ich sowas hasse...

danke!

dass ich überzeugter firefoxuser bin hab ich vermutlich mal erwähnt. kurz eine danksagung den entwicklern: mit der version 2.0 kann ich mir tatsächlich einige liebgewonnene add-ons sparen, über die gewünschten funktionen verfügt der browser jetzt per default.

find ich richtig nett :-)

in memorial to a good guy - r.i.p.

menschen sterben. liegt in ihrer natur. das muss quasi so, aber trotzdem ist es befremdlich. so richtig kommt man nicht damit klar. man gewöhnt sich allenfalls etwas daran und denkt nicht weiter darüber nach wenn menschen sich ihrem lebensabend nähern und schließlich von uns gehen. wer im alter stirbt, woran auch immer, geht schließlich auch nur irgendwie den vorgesehenen weg und selbst die angehörigen und hinterbliebenen werden das früher oder später verstehen.

etwas anders verhält es sich wenn junge menschen sterben - einfach so. wer hört dass ein 22jähriger mann verstorben ist, der denkt zunächst vielleicht an die zwei häufigsten ursachen: unfall oder überdosis. vielleicht auch eine kombination von beidem.


aber es kann auch anders kommen. ganz anders.


stefan f. war mit sicherheit irgendwo ein freak. "nur ein weiterer freak im freak-königreich". so hab ich ihn jedenfalls kennengelernt. lebensfroh, risikobereit, abenteuerlustig - und punk durch und durch. so richtig nahe stand ich dem gelernten maurer damals eigentlich nicht, aber was neben seiner ausgefallenheit und eigenart auch wirklich jeder gewusst, gespürt haben muss: er hatte das herz am rechten fleck. und darauf kommt es schließlich an.

die letzten jahre habe ich ihn kaum gesehen. hier und da beim weggehen, in verschiedenen kneipen. oder bei geburtstagsfeten von gemeinsamen freunden. auf einer solchen bin ich zum letzten mal lange mit ihm ins gespräch gekommen. ruhiger ist er geworden, ernsthafter und vernünftiger - wenn man so will. damals hatte er eine freundin, ein sehr nettes mädchen, welches sicher nicht ganz unschuldig daran war. er war glücklich, durch und durch. sie hatten gemeinsame pläne.

das liegt mittlerweile auch schon wieder monate zurück. stefan verstarb vergangenes wochenende in der nacht von freitag auf samstag. ich weiß nichtmal genau wie alt er wirklich war, vermutlich war er um die 22 jahre alt.

in einem ereignislosen kaff verbreiten sich solche nachrichten schnell und die passenden gerüchte kursieren überall: mal heißt es er habe sich erschossen, mal soll er sich mit tabletten das leben genommen haben. die wahrheit, oder besser das, was mir als solche zugetragen wurde, ist jedoch viel banaler, viel simpler und auch viel trauriger.


stefan hatte die chance auf einen arbeitsplatz bei bmw. weg von der baustelle, weg von der saisonabhängigen arbeitslosigkeit, hin zu geregelten arbeitszeiten in einem weltkonzern. mit der neuanstellung einher ging natürlich eine probezeit - in welcher er erkrankte. lungenentzündung, bronchitis, ich bin kein mediziner, aber etwas derartig gravierendes muss es wohl gewesen sein. um seinen job in der probezeit nicht zu gefährden hatte er darauf verzichtet sich krankschreiben zu lassen. ich habe gehört dass er eine ganze woche unter schwersten krankheitssymptomen weitergearbeitet haben soll. von freitag auf samstag ist er dann verstorben, an den folgen seiner verschleppten krankheit.

ich denke diese ereignisse sprechen sehr gut für sich selbst und wir alle, die wir "die gesellschaft" bilden, können uns gegenseitig auf die schulter klopfen. this is how we do it, soweit sind wir also gekommen. soviel also zur oft gepredigten äusserung "man muss froh um seinen arbeitsplatz sein".


ob stefan jetzt froh ist?

Privat Donnerstag, 2. November 2006