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This War Of Mine

 

 

Kriegsspiele gibt es viele. This War Of Mine ist auch eins - aber es ist... anders.

In diesem wunderhübschen 2D Point-And-Click-Survival-Game schlüpft man nicht in die Rolle von Soldaten, Spezialeinheiten oder ähnlichen. Hier spielt man Zivilisten. Menschen wie du und ich, die in einem vom Krieg zerstörten Land irgendwie überleben wollen. Jedenfalls solange, bis Friedenstruppen kommen und Waffenstillstand herrscht. Das hier ist ein Kriegsspiel ohne trainierte Charaktere, ohne Spezialausrüstung und fast ohne irgendwelche Fähigkeiten. Ein guter Koch und ein schneller Läufer sind da schon was besonderes.

Wie so schön gesagt wurde: Es ist wohl genau das Kriegsspiel, dass die Welt gebraucht hat.

 

Das Spiel verfügt über einige nette kleine Zufalls-Features und so lenkt man das Geschehen mit zwei bis vier Charakteren. Jeder davon hat seine eigene Geschichte, eigene Ansichten und teils auch Bedürfnisse. Der Spielverlauf ist in zwei Phasen geteilt. Tagsüber sitzen alle Personen in einem halb demolierten Haus und versuchen nicht zu verhungern, nicht krank zu werden und nicht durchzudrehen. Man kann mit einem gut umgesetzten Crafting-System die notwendigen Dinge des Alltags herstellen - zum Beispiel sowas wie richtige Betten, damit die Leute auch mal vernünftig schlafen können. Die Möglichkeiten sind vielfältig, erfordern aber auch diverse Materialien.

Damit zur Nacht, denn während dieser kann man einen Spieler bestimmen, der verschiedene interessante Locations plündert. Verlassene Häuser, bewohnte Stadtviertel, alte Supermärkte, Schulen - überall findet man im Schutt brauchbare Hilfsmittel. Aber nicht jeder Fund kann problemlos verwendet werden. Manche Sachen muss man, sofern man sie haben will, aus dem Besitz anderer stehlen. Und oft verteidigen die Besitzer ihr Hab und Gut auch mit Gewalt. Es gilt also abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

Diese Entscheidungen haben natürlich auch Konsequenzen. Wer einem hilflosen alten Ehepaar den Kühlschrank leer räumt darf sich nicht wundern wenn diese später verhungert in ihrer Wohnung liegen und der Plünderer in Depressionen verfällt.

 

Ich hab lange kein Spiel gesehen bei dem sämtliche Details so perfekt aufeinander abgestimmt waren wie bei This War Of Mine. Alles verhält sich logisch, nachvollziehbar, realistisch und vor allem menschlich. Einige kleine Zufallsroutinen sorgen für die genau richtige Menge an Veränderung, damits nicht langweilig wird - man kann das Spiel auch mehrmals neu beginnen, es verläuft nie exakt gleich. Wie viel Liebe die Entwickler in die kleinen, simplen Dinge gesteckt haben ist unvorstellbar. Der stimmige Soundtrack sorgt für ein Spielerlebnis dass unter die Haut geht. Kurz: ...da passt einfach alles hervorragend.

Zuletzt bleibt die Erkenntnis: Im Krieg gibt es keine Sieger.

Spiele Donnerstag, 19. März 2015

Everyday Color Scheme

Mein halbes Leben bin ich jetzt schon Bildschirmarbeiter. Ich sehe deutlich häufiger und länger die Pixel eines Monitors als die Gesichter der Menschen um mich herum.

Fast jeder, der solchen Tätigkeiten nachgeht, hatte schonmal die Hand an den Einstellungen seines Screens. Und das individuelle Anpassen der Arbeitsumgebung hat nicht nur ästhetische Gründe. Beim "Dinge modellieren" hat sich im lauf der Jahre auch eine persönliche Vorliebe entwickelt - das ist mir bis gerade eben nur nie wirklich bewusst geworden.

Hier also mal die Farben, mit denen ich tagtäglich arbeite...

Belief

Clitch Cards

...ich wüsste nichts damit anzufangen, aber Idee und Umsetzung sind hervorragend: Glitch Cards!

Color magic

Wir schreiben das Jahr 2015 - und die Menschheit stellt überrascht fest dass Farbe im Kopf entsteht. Wooo-hooo. Wär schön wenn sich Wissen und Erkenntnisse genau so schnell verbreiten würden wie diese Kleider-Story.

Siehe auch:

Und merke:

Perception of reality is not the same thing as reality.