plastickblog

Nokia 3310: No updates

Kurze Durchsage von Nokia: Für das 2017 veröffentlichte Retro-Phone 3310 wird es keine Updates geben.

Also, es gibt aktuell keine - und es sind auch keine geplant. Das Telefon erfüllt zwar grundsätzlich seinen Zweck, aber viele der enthaltenen kleinen Features sind einfach kaputt und funktionieren nicht, oder nicht praxistauglich.

Das ist ein tolles kleines Gerät, dass - mit durchdachtem System - tatsächlich so richtig Spaß machen könnte. Tut es aber nur bedingt, weil Nokia da halt an manchen Stellen gemurkst hat.

Und warum gibt es keine Updates? Weil das ein Tasten-Telefon ist! Und wir wissen ja alle, dass ein Telefon mit Tasten keine Updates benötigt - oder wie soll man das verstehen? Das konnte mir der Mitarbeiter im Support-Chat dann aber auch nicht erklären.

 

Ach ja, es gibt ja mittlerweile weitere Retro-Phones, wie z. B. die Neuauflage des 8810. Das ist ein Telefon - so hat man mir gesagt - "zwischen Tasten- und Smartphone", dafür gibt es dann auch Updates. Das System macht aber nicht Nokia, sondern - Trommelwirbel - KaiOS. Wer die nicht kennt: Das ist ne Google-Tochter, die ein System auf Basis von Mozillas FirefoxOS entwickelt haben. Also wieder Google. Tolle Alternativen hat man da, wirklich...

Russia, again...

Passend zur Krim-Krise: Russische Hacker hacken... den Bundestag!

Mal wieder! Aber klar doch, natürlich doch. Man kann solche Angriffe zwar grundsätzlich niemandem mit Gewissheit zuordnen, aber wir haben ja längst einen akzeptierten Sündenbock etabliert - der wirds schon gewesen sein!

Contract for the web

Alles wird gut:

Digitalisierungsstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) und Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) haben am Mittwoch im Bundeskanzleramt im Namen der Bundesregierung die Prinzipien eines "Contract for the web" unterzeichnet.

[...]

Sie will sicherstellen, dass sich jeder mit dem Internet verbinden kann und dass das Netz jederzeit verfügbar ist. Zudem soll das Recht der Menschen auf Privatsphäre stärker respektiert werden.

Achso, ja klar. Stets verfügbares Internet und Schutz der Privatsphäre, genau dafür sind wir ja bekannt. Wir haben ja auch in den vergangenen Jahren alles nur erdenkliche getan um das zu gewährleisten.

Offline

Ich mag "offline" sehr. Das Wort, die Bedeutung, die Tragweite. Nicht-vernetzt-sein. Nicht auf etwas "online" angewiesen sein. Ist halt so 'ne Sache die ich mag.

Seoul, am vergangenen Samstag: Massiver Internetausfall in Seoul zeigt Risiken der Digitalisierung.

Ein Brand in einem unterirdischen Kabelkanal im Zentrum von Seoul hat massive Ausfälle beim Telecomkonzern KT verursacht und viele Nutzer weitgehend vom Internet abgeschnitten. [...]

Für die Menschen vor Ort hatte der Ausfall teilweise ernsthafte Konsequenzen [...]

Polizeinotruf in den Dienststellen vor Ort nicht funktionsfähig [...]

In Krankenhäusern im betroffenen Stadtviertel Seodaemun konnte Personal nicht kontaktiert werden [...]

Händler in dem betroffenen Areal konnten während des Ausfalls keine Kreditkartenzahlungen annehmen, Sicherheitssysteme wie Überwachungskameras oder Fingerabdrucksensoren funktionierten nicht. [...]

Navigations-Apps versagten den Dienst und Menschen mussten ihre Ziele selbst suchen [...]

"Es war wie eine moderne Dystopie", zitiert die Korea Times einen Betroffenen.

Der wohl passendste Kommentar dazu:

Die Geschehnisse am Samstag seien geradezu ein Paradebeispiel für die Risiken in einer digitalen Gesellschaft, die trotz aller Warnungen zu sehr auf zentralisierte Systeme setzt

...trotz aller Warnungen, steht da. Irgendwann kann man unsere Realität nicht mehr von den Sci-Fi-Dystopien auf der Leinwand unterscheiden - und dann will wieder niemand was davon gewusst haben oder daran schuld sein. Und, schon irgendwas "smartes" für Weihnachten gekauft?

Weapons and priorities - solved

Den Khashoggi-Fall habe ich bereits erwähnt - nun gibt es dazu klare Ansagen von niemand geringerem als Trump, der seine Prioritäten schon gesetzt hat:

"Wir werden nicht Hunderte von Milliarden Dollar an Rüstungsaufträgen aufgeben"

[...]

"Wenn wir uns von ihnen lossagen, dann würden die Ölpreise durch die Decke gehen"

Journalisten-Mord hin oder her - denkt doch auch mal an die arme Wirtschaft!!1elf!