plastickblog - london riots

london riots

...here's a sad truth, expressed by a Londoner when asked by a television reporter: "Is rioting the correct way to express your discontent?"

"Yes," said the young man. "You wouldn't be talking to me now if we didn't riot, would you?"

The TV reporter from Britain's ITV had no response. So the young man pressed his advantage. "Two months ago we marched to Scotland Yard, more than 2,000 of us, all blacks, and it was peaceful and calm and you know what? Not a word in the press. Last night a bit of rioting and looting and look around you."

Eavesdropping from among the onlookers, I looked around. A dozen TV crews and newspaper reporters interviewing the young men everywhere.

(Quelle, via fefe)

well... brandschatzen ist jetzt nicht wirklich cool. klar. aber kann man es den menschen denn wirklich verübeln? irgendwann ist das maß einfach voll, für jeden. irgendwann kann man nicht noch mehr ertragen. und welche reaktion will man von vorwiegend jungen menschen ohne jede perspektive denn erwarten? eine offizielle anklageschrift? eine öffentliche anhörung nach der die entsprechenden führungspersönlichkeiten sich um einen tisch setzen und nachdenken? wake up, folks, das ist wunschdenken...

 

gehört auch noch zum thema: bei diesen aufständen wurde wohl ein polizist angeschossen, von einem dieser plünderer, hieß es, und die polizei hat den mann dann direkt erschossen. jetzt bin ich auch nicht wirklich willens jede derartige meldung sofort in frage zu stellen, kritisch ist zwar gut, aber es können doch einfach nicht alle nur bullshit erzählen. denkt man. der stand der untersuchung: der besagte kerl hatte zwar ne waffe - abgefeuert hat er sie aber allem anschein nach nicht, jedenfalls nicht auf diesen polizisten. die kugel, die sich dieser cop eingefangen hat, stammt aus einer MP5 seiner kollegen.

fefe hat dazu nen kommentar wie ich ihn nur zitieren kann:

In diesem Fall ist das rausgekommen, weil die Bevölkerung den Aufstand probt. Ich frage mich, wie viele andere Fälle es gibt, wo das nie jemand prüft. Denn die Stimme eines Polizisten zählt ja immer mehr als die Stimme eines Bürgers, erst Recht wenn der inzwischen tot ist. (Quelle)

 

und weils grad passt: die cops hierzulande müssen sich auch weiterhin nicht irgendwie namensschilder oder ähnliches anheften. in berlin schon, die jungs da haben da also scheinbar genug mist gebaut als dass man das dort noch verhindern könnte, aber bundesweit gibts sowas erstmal nicht. es kann also einfach nicht angehen dass der zivilist erfahren darf welcher uniformierte ihn verdroschen hat. ich hab noch diverse stimmen im gedächtnis die ebenfalls die polizeigewalt bemängeln - aber halt genau andersrum, die polizisten wären mehr und mehr ziel tätlicher angriffe.

man kann sich sicher in beide "lager" reindenken und da gibts sicher auch sehr viele gründe für und gegen was auch immer. fest steht nur: man fährt die sture schiene und jede kommunikation verläuft voreingenommen und widerwillig - da kann sich dann natürlich auch nichts ändern...

 

nachtrag zu den london riots:
mittlerweile hat es schnellverfahren, also auch verurteilungen am fließband gegeben. zwei personen wurden zu je vier jahren haft verurteilt, weil sie über facebook zum randalieren aufgerufen hatten. das interessante dabei: es kam nicht zu den angekündigten ausschreitungen. da war nix. bei einem der beiden fälle war ausser der polizei und dem anstifter niemand gekommen, der andere hat seinen aufruf nach kürzester zeit selbst wieder zurückgezogen. passiert ist garnichts, aber dennoch: vier jahre haft. this, sir, sind dann wohl die ersten "gedankenverbrecher".