plastickblog - Hadouken!

Hadouken!

hadouken

...ich kanns nicht länger leugnen: Hadouken! sind meine aktuelle lieblingsband. und allem anschein nach werden sie das auch erstmal bleiben.

Hadouken! - das hat der ein oder andere doch schonmal gehört, das war... richtig, ein StreetFighter specialmove! geiler bandname, auch wenn ich nicht so wirklich ahnung von streetfighter hab. des namens wegen hab ich mir das überhaupt erstmal angehört. also - was hört man da?

definitiv schnelle, aggressive und erstmal überwiegend elektronische musik. treibende beats wie sie D'n'B ähneln, geile basslines die jedem elektrofan bekannt vorkommen und dennoch gern von verzerrten gitarren stammen, dazu dann noch ein typ der singt - also im bestverständlichsten britischen tonfall irgendwie langsam melodisch rapt oder schreit und an indie- oder vielleicht sogar hiphoptunes denken lässt - und obendrauf dann noch so richtig schönen synthiesound, gefiepse und gepfeide, melodisches wie abgefahrenes, soundtechnisch eher irgendwo in vergangenen jahrzehnten anzusiedeln und von nem girl (!) gespielt. genau das hört man bei Hadouken!.

neben diversen veröffentlichungen sind die beiden alben "music for an accelerated culture" und dessen nachfolger "for the masses" wohl am erwähnenswertesten - "for the masses" kam im frühjahr 2010 raus und gefällt mir persönlich besser, die tracks sind durchdachter und einfach... geiler. das konzept der mittzwanziger aus england geht gut auf, ein genre-querschläger der unkompliziert nach vorne prescht und zum abgehn animiert (ich bin ja nicht unbedingt der party-typ, kann aber bestätigen dass der hausputz zu diesem sound deutlich schneller vonstatten geht...). um Hadouken! irgendwie zuordnen zu können fallen begriffe wie "newrave", "indietronic", "grime", "indie" oder das daraus resultierende "grindie" - man kanns halt einfach nicht immer etikettieren. was mich und gleichaltrigen sicher auch auffallen wird: deren zielgruppe ist... irgendwie deutlich jünger. für mich ist es ja sowieso schon erstaunlich dass tatsächlich noch "neumodisches zeugs" rauskommt dass ich nicht direkt zum kotzen finde, sowas passiert eigentlich eher garnicht.

Hadouken!, also. auf repeat. und bitte, mit brauchbaren kopfhörern oder boxen - ich hab da schon diverse sachen probiert, da bleibt der sound einfach gänzlich auf der strecke, wenn nicht wenigstens ein paar der vorhandenen höhen und tiefen den weg zum ohr finden. aber genug - die musthave-links wie die (englische) wiki-seite und die bandpage müssen noch sein - und jetzt gibts mukke, mitsamt gelungenen clips:



 

 

...und noch ne perle: etwas derartiges verleitet ja gerne auch viele leute mal nen remix zu machen, und den nachfolgenden halt ich für besonders erwähnenswert: ein JFB dubstep-remix von "turn out the lights". dubstep, das ist auch eher neumodisch und generell seeehr elektronisch. hat jemand die neueren "transformers" movies gesehen? erinnert ihr euch an die sounds wenn die roboter sich bewegen oder transformieren? das ist dubstep - seriously! ich hab vorhin schon erwähnt dass gutes audio-equipment ne voraussetzung für den vollen genuss ist, hier braucht ihr ohne hervorragende tiefbass-wiedergabemöglichkeit garnicht erst auf play drücken. ich selbst besitze nur ein kopfhörerpaar dass den sound tatsächlich vollwertig wiedergeben kann.

Musik Freitag, 12. August 2011