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Transmetropolitan

Der oder die Würfel sind gefallen, wurden geworfen oder was auch immer: ...ich werd mir die Neuauflage von "Transmetropolitan" ins Regal stellen.

transmetropolitan

 

Selbst der comicsychtige Samurai hätte die Neuauflage fast verpasst. Aber eben auch nur fast. Schon im Mai '13 ist der erste Band erschienen, die komplette Ausgabe von damals 60 Heften wird in fünf dicken Hochglanz-Bänden neu erscheinen. Zwei davon gibts bereits.

Und das von einem Comic, von dem es zwar schon damals fast unmöglich war an Ausgaben ranzukommen - der aber trotzdem nie über sein Nieschendasein hinausgewachsen ist.

 

Warum? Keinen blassen Schimmer. Ich mein, im Grunde handelt der Comic von Spider Jerusalem, einem Reporter in Gonzo-Manier, der Hunter T. in nichts nachsteht. Handlungsort ist eine grellbunte aber auch dystopische Zukunft, die problemlos jedem Vergleich zu diversen Albtraum- und Drogendarstellungen standhält.

Der schreiende, kreischende Wahnsinn erfüllt die Welt und ihre Bewohner. Spider - zu Beginn der Geschichte noch ein Eremit in der Wildnis - begibt sich in ihren Strudel und berichtet. Von menschlichem Abschaum. Von Politik. Von Werbung. Vom Alltag. Von allem.

 

Nein, das ist kein Superhelden-Comic. Das ist... ja... sicherlich teils schwieriger Stoff. Seriously. Wer einfach nur was lustiges lesen will ist damit falsch beraten. Wer aber definitiv was mit Comics als Genre anfangen kann muss Transmetropolitan mal gelesen haben. Das Ding ist einfach... anders. Die Lücke, die durch weglassen dieses Comics gerissen wird, kann durch nichts anderes gefüllt werden. Ein One-Hit-Wonder in 60 Episoden - oder nun eben fünf Bänden.

Diesmal gehörst du mir, Spider...