plastickblog - Guerilla bombing/cleaning/gardening

Guerilla bombing/cleaning/gardening

Ist wohl bekannt: Vermummte Gestalten, Rucksäcke mit Farbdosen und ein Zug. Train Bombing ist wohl eine der ältesten Graffiti-Spielweisen und hat nichts mit realen Bomben zu tun, du terrorverseuchter Verstand. So gelungen wie die Pieces der SBR-Crew sehen die Ergebnisse nicht oft genug aus, aber so lässig wie diese Jungs (...Insider?) gehen die meisten dabei auch nicht vor:

 

 

Und gleich nochmal vermummte Typen, wieder Sprühzeug - aber diesmal doch ganz anders: Es wird geputzt!

(wird ab ca. 0:50 interessant)

Holy cow, warum findet DAS denn nicht mehr Nachahmer? Eleganter kann man unserer Gesellschaft einen legalen Mittelfinger doch gar nicht ins Gesicht drücken, oder? Großes Kino! Der Begriff "Guerilla Cleaning" drängt sich auf, ist aber noch so irrelevant dass Google und Wiki nicht all zu viel darüber wissen. Kann ja noch werden.

 

Es gibt auch den genialen Ansatz durch "saubermachen" Graffitis zu zaubern, dazu hab ich bereits mal was getippt. Die nach wie vor beeindruckendste Aktion aus dieser Ecke stammt von Alexandre Orion, der mit OSSÁRIO großes vollbracht hat - wenn auch nur kurz:

 

 

Fazit: Graffitis sterben nicht aus. Leider auch die schlechten nicht. Train Bombing ist (gefühlt) allerdings eher rückläufig, was daran liegen könnte dass es Betrieben leichter möglich ist ihre Züge zu schützen. Die Idee, der Gesellschaft durch das Gegenteil von Graffities etwas zum Nachdenken zu geben, hat sich nicht wirklich durchgesetzt - da ginge mehr. Ich befürchte dass die Botschaft etwas zu abstrakt ist, als dass sie von den Behörden-Mitarbeitern wahrgenommen wird. Leider lässt sich die Idee auch für Marketing nutzen, was die ganze Sache dann doch irgendwie sehr pervertiert.

Sonst noch was neues, aus der Ecke? Ach, ein paar Blumen gehn immer:

(Action ab ca. 1:50)