plastickblog - Bye bye, CCleaner

Bye bye, CCleaner

Ich war lange Zeit ein Freund des CCleaners. Das ist ein kleines Programm, das es sehr bequem ermöglicht diversen Datenmüll von der Festplatte zu entfernen.

In den falschen Händen kann man damit auch ganz wunderbar das System kaputt machen - wer jedoch weiß, was er tut, findet da doch ein paar ganz nützliche Tools. Der CCleaner war Jahrelang ein guter Begleiter.

Dann wollte man mit dem Programm Geld verdienen und hat eine kostenpflichtige Pro-Version eingeführt. Keine Ahnung was der Unterschied ist, die kostenfreie Version tat weiter gute Dienste. Irgendwann wurde dann die Programminstallation zum Minenfeld, der Installer wollte (und will) Nutzern neben dem CCleaner noch andere Programme unterjubeln. Das ist schon Mal pfui, sowas macht man nicht. Später fing der CCleaner dann auch noch an Daten an den Hersteller zu übermitteln. Aber auch das lässt sich abschalten.

Kurz: Aus einem einst richtig guten Programm ist durch das viele Drumherum nun ein Tool geworden, dass man nur noch benutzen sollte wenn man behutsam vorgeht, schon bei der Installation sehr achtsam ist und anschließend die gesamte Konfiguration des Programms prüft und ggf. ändert.

Hab ich alles gemacht. Ich nutze viele der Features gar nicht und verwende eine sehr überschaubare Konfiguration, ich will auch keine Updates für das Programm, ich will keine automatische Programm-Aktivität und ganz sicher keine Datenübermittlung. Wurde alles entsprechend konfiguriert.

 

Und dennoch: Mir wurden heute bereits mehrere Pop-Up Werbefenster des CCleaners angezeigt, die mich auf ein neues, kostenpflichtiges Produkt des Herstellers hinweisen.

Geht gar nicht, lieber CCleaner, geht gar nicht - und deshalb fliegst du jetzt, von all meinen Systemen. Endgültig. Ich hatte mehr als genug Geduld.

 

Caschy hat bereits ne Alternative vorgestellt, die vielversprechend klingt und meinen Bedarf vermutlich voll und ganz abdeckt: BleachBit. Ist übrigens Open Source.